|
1900 – 1909
(Der Anfang)
Im Jahr 1900 waren nicht nur
die Weltausstellung und die Olympischen Spiele in Paris von besonderer
Bedeutung, sondern in Gresaubach war es insbesondere die Tatsache, dass
Franz Altmeyer, Franz Fries, Nikolaus Altmeyer, Mathias Herrmann sowie
Johann Kühn unter schwierigen Bedingungen den Grundstein des heutigen
Musikvereins legten. Bereits im Jahre 1898 trafen sich die fünf Männer
in kleiner Runde zur ersten Probe. Nach den ersten Gehversuchen nahmen
sie zur Jahrhundertwende den regelmäßigen Probebetrieb auf.
In dem damals noch relativ
kleinen Bauern und Bergmannsdorf fanden die fünf wackeren Knappen keine
Möglichkeit, die Musik zu erlernen. Sie nahmen daher als
Schlafhausgänger neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Bergmann in der Zechengemeinde Altenwald Musikunterricht. Obwohl ihre Übungsstunden sehr
eingeschränkt waren – die schlafenden Kameraden wollten nicht gestört
werden – hatten sie sich bald soviel Können angeeignet, dass sie mit
Unterstützung von Angehörigen der Bergmannskapelle öffentlich auftreten
konnten. So fand ihre Musik nun auch bei anderen Arbeitskameraden
Anklang und es gesellten sich im Jahre 1908 als aktive Musiker
· Wilhelm
Altmeyer
·
Nikolaus Scherer
·
Jakob Bachmann und
·
Mathias Herrmann (Großen)
zu ihnen, denen vier Jahre
später (1912)
·
Johann Endres
·
Adam Herrmann und
·
Peter Straß folgten.
1910-1919
(Erster
Weltkrieg)
Durch den Ausbruch des
Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 wurde der junge Verein, dem zwölf aktive
Männer angehörten, in seiner musikalischen Aufbauarbeit unterbrochen.
Drei aktive Männer Johann
Endres (gefallen in Serbien), Peter Straß (gefallen in Frankreich) und
Adam Herrmann (gefallen in Russland), kehrten aus diesem Kriegschaos
nicht mehr zurück. Im Jahre 1919 – ein Jahr nach Ende des I. Weltkrieges
– wurde dann unter der Stabführung des Dirigenten Mathias Altmeyer, der
1981 verstarb, mit den verbliebenen Kameraden die Vereinstätigkeit
wieder aufgenommen.
1919 kamen hinzu:
·
Josef Bachmann (Fliige1horn)
·
Peter Bachmann (Trompete) und
·
Andreas Hahn (Tenorhorn)
·
Mathias Altmeyer
Die erste
Generalversammlung im gleichen Jahr gab dem Musikverein den Namen
"Harmonie". Als Vereinslokal
wurde das Gasthaus Johann Schedler-Knauf das spätere Gasthaus Leo
Altmeyer bzw. in den jüngeren Jahren das Gasthaus "Alt Saubach"
bestimmt.
1920
-1929
(Der erste Aufbau)
Das Interesse an der
Blasmusik wurde insbesondere bei der Jugend immer größer. Die Zahl der
Aktiven wuchs von Jahr zu Jahr. Es kamen hinzu:
·
1920 - Alois Ferring, sen. (Es-Horn)
·
1920 - Johann Bambach (Klarinette)
·
1923 - Peter Endres (Es-Horn)
·
1925 - Peter Altmeyer (Flügelhorn)
·
1925 - Nikolaus Koch (Flöte)
·
1925 - Peter Michels (Klarinette)
·
1925 - Josef Michels(Klarinette)
·
1925 - Leo Altmeyer (Bariton)
·
1925 - Alois Herrmann (Trompete)
·
19i8 – Theodor Kühn (Posaune) und
·
1929 - Mathias Bambach (Tenorhorn).
Sowohl
zur Vergrößerung der Mitgliederzahl als auch zur finanziellen
Unterstützung des Vereins wurden zu dieser Zeit erstmals auch inaktive
Mitglieder in den Verein aufgenommen. Zu den ersten fördernden
Mitgliedern zählten damals:
·
1924 - Heinrich Naudorf
·
1924 - Albin Schmitt
·
1926 - N1kolaus Berwian
·
1926 - Eduard Schneider
·
1926 - Franz Fries (Lebacher StraBe)
·
1927 - Nikolaus Herrmann und
·
1928 - Peter Schedler.
Bereits im Juni 1924
besuchte der Verein unter Stabführung des Dirigenten Mathias Altmeyer
erstmalig ein Musikfest in Eppelborn und erntete großen Beifall.
In schmucken Uniformen mit
Helm wurde 1927 Pater Franz Altmeyer in die Kirche zu seiner Primiz
geleitet.
Im Jahre 1927 wurde ein
Konzert bei dem Gasthaus Johann Schedler-Knauf, 1928 bei Nikolaus
Schedler-Herrmann, 1930 bei Johann Fries und 1931 bei Hans Jungblut
veranstaltet. In den Unterlagen ist nachzulesen, dass Herr Jungblut aus
diesem Anlass die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ stiftete. Am 14. Juli
1929 veranstaltete der Verein sein erstes Musikfest. Der Festplatz war
in den Gartenanlagen des Herrn Franz Altmeyer. Unter den anwesenden
Gastvereinen wurden neue Freunde gewonnen und die Einladungen zu
Musikfesten in der näheren und weiteren Umgebung häuften sich von Jahr
zu Jahr. Der Reinerlös vom Musikfest wurde zur Anschaffung eines
Notenschrankes und 21 Mützen genutzt. Durch die erzielten Erfolge wuchs
das Interesse der ganzen Gemeinde und so war eine kirchliche oder
weltliche Veranstaltung innerhalb des Ortes ohne Mitwirkung der
Musikkapelle nicht mehr denkbar.
1930 -1939
(Die Vorkriegszeit)
In diesen Jahren verbuchte
der Verein die Beitritte von
Johann Schneider
Eduard Endres
Wilhelm Jungblut
Alois Koch
Karl Krämer und
Adolf Altmeyer
Als aktive Mitglieder.
Aus der Vereinsgeschichte
geht hervor, dass am 10. April 1032 ein Familienabend gefeiert wurde,
bei dem der Verein ein Fass Bier spendierte. Diese Tradition wurde in
den Folgejahren selbstverständlich beibehalten. Einen musikalischen
Leckerbissen offerierte der Verein 1933. Am 25. Dezember wurde das
Singspiel „Heidelberg, Lenz und Liebe“ mit derart großem Erfolg
aufgeführt, dass es am 6. Januar 1934 wiederholt werden musste.
Der Verein war 1936 so groß
und aktiv, dass er zur Reichsmusikkammer angemeldet wurde. Jedoch wurde
in den verbleibenden 30er und frühen 40er Jahren des 20. Jahrhunderts
das Wirken des Vereins beträchtlich eingeschränkt. Etliche, vor allem
jüngere Vereinsmitglieder wurden zum Reichsarbeitsdienst verpflichtet
und konnten sich so nicht mehr der Musik widmen. Der Zweite Weltkrieg
brachte die Tätigkeit des Vereins schließlich ganz zum Erliegen. Viele
Vereinsmitglieder wurden zur Wehrmacht eingezogen und kämpften an den
Fronten des Krieges. Einige gerieten und Kriegsgefangenschaft und
kehrten oft erst Jahre nach Kriegsende in die Heimat zurück.
Glücklicherweise sind alle aktiven Musiker, die Soldaten waren, wieder
zurückgekehrt. Dennoch lagen die Tätigkeiten des Vereins in dieser Zeit
sprichwörtlich „auf Eis“.
1940 -1949
(Die
Nachkriegszeit)
Langsam
und nur zögerlich kam der Musikbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg wieder
in Gang. Das strikte Verbot jeglicher Vereinstätigkeit durch die
Militärregierung der Besatzungsmächte, die misstrauisch in jedem Verein
faschistischen oder militärischen Geist witterte, war die Hauptursache
für das langsame Wiedererstehen des Vereinslebens.
Durch die Verordnung Nr. 22
betreffend Wiederherstellung des Vereinsrechts im französischen
Besatzungsgebiet wurde am 12. Dezember 1945 die Erlaubnis zur
Neugründung der aufgelösten Vereine gegeben.
Die erste
Mitgliederversammlung nach dem 2. Weltkrieg am 5. Dezember 1948
beschloss für den zweiten Weihnachtstag 1948 eine Generalversammlung zur
Wahl eines neuen Vorstandes einzuberufen.
Bis zum Jahre 1950 traten
dem Verein als aktive Mitglieder bei:
·
1946 – Josef Scherer (Horn)
·
1947 – Rudolf Biesel (Klarinette)
·
1947 – Erwin Endres (Posaune)
·
1947 – Alois Ferring, jun. (Flügelhorn)
·
1947 – Gerhard Ferring (Tenorhorn)
·
1947 – Peter Warken (Tenorhorn)
·
1948 – Erich Bachmann (Bass)
·
1948 – Alfons Klein (Klarinette) und
·
1948 – Anton Wild (Klarinette).
1950 -1959
(Der
zweite Aufbau)
Im Jahr 1950 konnte der
Musikverein „Harmonie“ unter großer Anteilnahme von prominenten
Mitgliedern der Regierung, auswärtigen Vereinen und überaus reger
Beteiligung der Bevölkerung sein goldenes Jubiläum feiern. Pfarrer
Philipp Maas hatte an der großen Resonanz des Festes sozusagen
„maßgeblichen“ Anteil. Er war ein Gönner des Vereins.
Um die kulturellen Werte
des Vereins zu festigen und die Kameradschaft zu vertiefen, wurden in
den folgenden Jahren mehrere schöne Ausflüge an Mosel (Pfalzen) und
Rhein unternommen. Besonders erwähnenswert ist die Beteiligung am
Bezirksmusikfest in Lösnich am 15. und 16. Mai 1958, welches die
Musikfreunde von Mosel und Saar zusammenführte.
Bei der Einweihung seiner
Lyra m 1., 2. und 3. Juli 1956 konnte sich der Verein auf 38 aktive
Bläser stützen. Um diesen Klangkörper zu erhalten, musste der Verein
verstärkt die Heranbildung junger Musiker ins Auge fassen.
1960 -1969
(Die
erste Jugendkapelle)
Das Musikfest im Jahre 1961,
das aus Anlass des 60-jährigen Bestehens gefeiert wurde, sollte eine
neue Epoche in unserer Vereinsgeschichte einleiten. Am 21. August 1961
fand die erste Probe mit einer Gruppe von 11 Jungmusikern unter der
Direktion von Rudi Endres statt. Dieses Datum darf als Gründungstag der
ersten Jugendkapelle Gresaubach angesehen werden. Erstmals wurden auch
junge Mädchen auf Blasinstrumenten ausgebildet und mit Maria Michels
(verh. Kohr) und Christel Kühn (verh. Neufang) wurden die ersten Frauen
als aktive Musikerinnen in den Verein aufgenommen. Dies war damals ein
absolutes Novum.
Im Laufe des Jahres 1963
legte der bewährte und allseits beliebte Dirigent Mathias Altmeyer nach
fast 45jähriger Tätigkeit für den Verein sein Amt nieder. Ihm wurde in
Anerkennung seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Zu
seinem Nachfolger wurde der Dirigent der Jugendkapelle Rudi Endres
gewählt.
Im Jahre 1964 übernahm der
Musikverein Gresaubach die Ausrichtung des 3. Kreismusikfestes im
Musikkreis Saarlouis. 28 Kapellen leisteten der Einladung zu diesem Fest
Folge und bekundeten durch ihre Teilnahme ihre Verbundenheit mit unserem
Verein. Neue Freundschaften wurden geschlossen, sogar über die
Landesgrenzen hinaus.
Der Musikverein „Harmonie“
Gresaubach konnte sich sehen und selbstverständlich hören lassen. Dies
zeigten eindrucksvoll die Wertungsspiele im Jahre 1967. Von 120
möglichen Punkten wurden in der Oberstufe 117 erreicht, mit dem Prädikat
„Hervorragend“.
Im selben Jahr konnte der
Musikverein sein Können auch bei Rundfunkaufnahmen am Saarländischen
Rundfunk unter Beweis stellen. Der Marsch „Adler von Paris“ die
Ouvertüre „Hans im Glück“, die Polka „Blaue Augen“, der Walzer „Stern
von Viareggio“ und der Florida-Marsch fanden unter den Rundfunkhörern
viel Beifall und Anerkennung.
Eine besondere Anerkennung
und Aufwertung erfuhr der Verein im Jahre 1969, als der Dirigent Rudi
Endres zum Kreisdirigenten des Musikkreises Saarlouis ernannt wurde.
Auch äußerlich präsentierte sich das Orchester seit diesem Jahr in einem
neuen Gewand. Im Mai 1969 konnten dank großzügiger Unterstützung der
Gemeinde 59 schmucke neue Uniformen für alle aktiven Musiker gekauft
werden. Die alten Uniformen wurden dem Musikverein „Urmitz/Rhein“ zur
Gründungsfeier geschenkt. Anlässlich der Taufe des Urmitzer Vereins
verbrachten die Gresaubacher Musiker zwei besonders „erlebnisreiche“
Tage am Rhein.
In diesem Jahr gab unser
Orchester nicht nur ein Konzert im Deutsch-Französischen Garten sondern
übernahm auch die musikalische Umrahmung des Lebacher Pferderennens
anlässlich der Grünen Woche und veranstaltete unter der Mitwirkung des
Männergesangvereins Körprich ein Weihnachtskonzert im Vereinslokal
Altmeyer.
1970 -1979
(Das zweite Jugendorchester)
Feierliche kirchliche
Anlässe sind ohne Musik nicht denkbar, so dass es am 22. Februar 1970
selbstverständlich war, die Einweihung des kath. Kindergartens
musikalisch zu verschönern.
Im Jahre 1971 konnte unser
Verein sein 70-jähriges Stiftungsfest feiern. Die Tatsache, dass 34
Gastvereine an dem Musikfest teilnahmen, stellt schon alleine eine
besondere Anerkennung für den Verein dar.
Auch außerhalb der
eigentlichen Blasmusikszene ist die musikalische Leistungsfähigkeit
unseres Vereins bekannt. So folgte der Musikverein 1972 einer Einladung
der Deutschen Bundesbahn und umrahmte die Fahrt eines Sonderzuges nach
Bullay (Mosel).
Die musikalische Fortbildung
war zu dieser Zeit schon ein Hauptanliegen, so dass vom 27. bis 30.
Dezember 1972 im Saal des Vereinslokals ein Bläserlehrgang organisiert
wurde, der vom damaligen Jugendleiter des Bundes Saarländischer
Musikvereine, Bernd Hoffmann (Dirigent des Musikvereins Ommersheim),
geleitet wurde.
Im Jahre 1973 wurden einige
wesentliche Änderungen in der Vereinsorganisation vorgenommen. Durch
eine Neuverteilung der Aufgaben erfolgte eine klare Trennung zwischen
musikalischer und verwaltungsgeschäftlicher Aufgabenerfüllung, die sich
bis heute gut bewährt hat. Zur Vertretung der einzelnen Register wurden
Registerobmänner gewählt und zur besseren Information aller Musiker die
unter der Regie von Helmut Junker und Franz-Josef Warken verfasste
Informationsschrift „Mir Aktuell“ herausgegeben.
Wiederum konnte der Verein
bei Wertungsspielen (1973) sein Können unter Beweis stellen. Wegen der
hohen Zahl der Jungmusiker spielte der Verein diesmal in der Mittelstufe
und erzielte den 1. Rang mit Auszeichnung. Angespornt durch diesen
Erfolg wurde die Jugendwerbung in verstärktem Maße fortgesetzt. So
konnten von 1971 bis 1976 insgesamt 18 Jungmusiker ausgebildet werden.
Die Werbung beschränkte sich jedoch nicht nur auf Jugendliche. Auch
ältere ehemalige aktive Mitglieder wurden angesprochen und nahmen wieder
aktiv am Vereinsleben teil.
Machte man sich Anfang 1974
noch mutig daran, eine neue Bühne zu bauen, sahen die Aktiven sich im
Oktober mit dem Problem konfrontiert, das bisherige Vereinslokal
aufgeben und die Musikproben bis zum August 1975 in der alten Schule
fortsetzen zu müssen. Wenig beeindruckt von diesen Schwierigkeiten
führte der Verein vom 13. bis 15. September 1974 eine Konzertreise nach
Chieming/Chiemsee durch, die noch vielen Mitgliedern in guter Erinnerung
sein wird. Die Oberbayern waren von den musikalischen Darbietungen so
begeistert, dass sie im September 1975 in Gresaubach einen Gegenbesuch
abstatteten. Ein gemeinsamer „Bayrisch-saarländischer Abend“ stellte den
Höhepunkt des Besuches dar. Das Interesse der Bevölkerung war so groß,
dass die Sitzgelegenheiten in der Mehrzweckhalle bei weitem nicht
ausreichten.
Gerne waren die Musiker am
23. August 1974 bereit, anlässlich der Einweihung der Mehrzweckhalle zu
spielen, konnte man die Halle doch zukünftig zur Aufführung eigener
Konzerte nutzen.
Um der steigenden
musikalischen und organisatorischen Leistungsfähigkeit eines modernen
Vereins gerecht zu werden, musste auch eine neue Satzung beschlossen
werden. Am 27. November 1975 wurde daraufhin der Musikverein in das
Vereinsregister eingetragen und führt seither den Zusatz „e.V.“.
Infolge der Gebietsreform
(1974) wurde 1975 der Stadtverband der kulturellen Vereine der Stadt
Lebach gegründet. Der Musikverein erklärte seinen Beitritt am 19. August
1975.
Erstmalig im Jahre 1975
wurde auch ein Jugendzeltlager über mehrere Tage durchgeführt. Bis zum
heutigen Tage ist die jährliche Durchführung einer
Jugendfreizeitmaßnahme, sei es als Zeltlager oder Unterbringung in einer
Freizeithütte bzw. in einer Jugendherberge, ein fester Bestandteil der
Jugendarbeit.
Vom 17. bis 20 Juli 1976
feierte der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach sein 75-jähriges
Stiftungsfest, an dem sich 25 Vereine beteiligten. Das Fest wurde
musikalisch und finanziell mit Erfolg abgeschlossen. Erfreulich war
insbesondere, dass die Zahl der aktiven Mitglieder von 44 auf 57
anstieg, so dass ein kompletter Saxophonsatz besetzt werden konnte,
nachdem vereinsseitig ein Baritonsaxophon angeschafft worden war.
Weitere fünft aktive und
sieben inaktive Mitglieder traten 1977 dem Verein bei. Die Musik stand
zwar im Vordergrund aber auch andere gesellige Termine wie
beispielsweise die Besichtigung der Karlsbergbrauerei oder die
Vereinsfahrt nach Holland gehörten zum Veranstaltungsprogramm.
Der 07. März 1978 ist wieder
ein besonderer Eckpfeiler unserer Vereinsgeschichte. Zu diesem Termin
trafen sich zirka zwanzig Jugendliche mit ihrem neuen Dirigenten Herbert
Scherer zur ersten Musikprobe im Vereinslokal. Das zweite
Jugendorchester, das bis heute Bestand hat, war gegründet. Von Interesse
für unsere Vereinschronik ist noch der Hinweis auf die Fahrt nach
Lösnich am 15. und 16. Juli und das Heimatfest vom 21. bis 24. Juli vor
dem ehemaligen Gresaubacher Schwimmbad.
Die Zahl der aktiven
Mitglieder konnte im Jahr 1979 konstant gehalten werden. Der Musikverein
„Harmonie“ Gresaubach unterstützte auch, wie in den Jahren zuvor,
interessierte aktive Musiker, die an Musik-Fortbildungslehrgängen
teilnahmen. Das zur Tradition gewordene Jugendzeltlager fand von Jahr zu
Jahr mehr Anklang und die Zahl der teilnehmenden Kinder und
Jungendlichen steigerte sich in diesem Jahr erstmalig auf fünfundsechzig.
Die Betreuung dieser Zeltlager wurde von Männern und Frauen des
Musikvereins vorbildlich durchgeführt.
Um die Geschlossenheit und
ein attraktives äußeres Bild unseres Vereins zu gewährleisten, war es
notwendig geworden, neue Uniformen zu beschaffen. Insgesamt wurden 65
Uniformen im Gesamtwert von 15.000 DM gekauft. Eine immense Investition
für den Verein.
Das Jahr 1979 brachte
weitere Highlights. So gratulierten wir in der uns bekannten Manier
unseren Musikfreunden in Urmitz zünftig zu ihrem 10-jährigen Bestehen,
umrahmten am 06. Juli die Betriebsfeier des
Bundesbahn-Ausbesserungswerkes in Saarbrücken-Burbach, was wir 1980
wiederholten und beteiligten uns pflichtgemäß an den Wertungsspielen des
Bundes Saarländischer Musikverein.
Ab 1979 versuchte der
Musikverein, den Fetten Donnerstag-Ball wieder aufleben zu lassen. Mit
einem Marsch vom Gasthaus Fries und einem Feuerwerk an der Schule wollte
man zum Besuch der Veranstaltung animieren. Leider blieb der Versuch
nach wenigen Faschingsbällen auf der Strecke, so dass das Vorhaben
wieder eingestellt werden musste. Große Erfolge hatten wir dagegen in
Lebach, wo wir 1979 mit drei Kapellen (Großes Orchester, Jugendorchester
und die Schlumpfkapelle) mit insgesamt 107 aktiven Musikern am
Fastnachtumzug teilnahmen.
Am Stadtfest in Lebach
beteiligten wir uns in dieser Zeit ebenfalls erfolgreich. Der
logistische Aufwand und das Standgeld waren aber so enorm, dass wir uns
nach vier Jahren entschieden, von einer weiteren Teilnahme abzusehen.
1980 -1989
(Jugend
auf dem Vormarsch)
Im Jahr 1980 gestaltete der
Musikverein „Harmonie“ Gresaubach 45 Veranstaltungen, so dass zumindest
in den Sommermonaten jedes Wochenende ausgebucht war. Da der Verein im
Geschäftsjahr 1981 sein 80-jähriges Stiftungsfest feierte, mussten die
Musiker in diesem Jahr viele Auftritte bestreiten. Das Jubiläumsfest war
aus musikalischer sowie finanzieller Sicht ein großer Erfolg. Es wurden
viele freundschaftliche Kontakte zu auswärtigen Musikern und ihren
Vereinen geknüpft. So mancher Besucher wird sich noch gerne an den
Bunten Abend erinnern, der montags von den eigenen Vereinsmitgliedern
gestaltet wurde.
Zurückblickend auf das Jahr
1982 wird noch vielen Musikern der Ausflug nach Rimbach und das
Helferfest im Gehemm in guter Erinnerung sein. Auch die Fahrt des
Jugendorchesters nach Frankfurt wurde von den Jungmusikern mit großer
Begeisterung aufgenommen.
Das Jahr 1983 brachte einen
Wechsel in der musikalischen Leitung der beiden Orchester. Rudi Endres,
der dreiundzwanzig Jahre die musikalische Leitung der Vereine sehr
erfolgreich ausübte, übergab den Dirigentenstab an den damaligen Leiter
des Jugendorchesters Herbert Scherer.
Die Dirigententätigkeit für
das Jugendorchester nahm ab diesem Zeitpunkt Werner Buchheit wahr. Zur
Vorbereitung auf das Weihnachtskonzert, das den musikalischen Höhepunkt
eines jeden Jahres darstellt, wurde erstmals im Schönstatt-Zentrum in
Lebach ein Bläserseminar durchgeführt. Dieses Seminar trug nicht nur zur
Steigerung des musikalischen Könnens bei, sondern war auch im Hinblick
auf die Förderung der Kameradschaft ein voller Erfolg. Auf Grund dieser
Erfahrung wurde beschlossen, künftig vor jedem Weihnachtskonzert ein
solches Seminar zu veranstalten.
Nicht unerwähnt bleiben soll
aus dieser Zeit, dass am 14. September 1985 ein Familienabend und vom
14. bis 17. Juni 1986 unser 85-jähriges Stiftungsfest durchgeführt
wurde. Das Stiftungsfest war ein rundum gelungenes Ereignis, das sich
infolge des lang anhaltenden Regens auf dem Schwimmbadvorplatz
abspielte. Zu Gast waren auch die Musikfreunde aus Dermbach, denen wir
im Jahr 1987 einen Gegenbesuch abstatteten. Das Konzert, das wir in
Dermbach mit gestalteten, war ein musikalischer Höhepunkt, der auch das
Publikum beeindruckte.
Ein optischer Glanzpunkt war
die Anschaffung der Clowns-Anzüge, mit denen sich der Verein seit 1986
bei den Faschingsumzügen präsentiert. Die Investition von 5.000 DM hat
sich gelohnt.
Eine besondere
Herausforderung für die Musiker war 1987 der Live-Auftritt beim
Saarländischen Rundfunk in der Sendung „Singendes, klingendes
Dreiländereck“. Die Rundfunkaufnahmen mit dem bekannten „Paulchen
Panther“ waren noch Monate nach dem Auftritt in den Gresaubacher Lokalen
zu hören.
1987 hat die EDV auch beim
Musikverein Einzug gehalten. Die Mitglieder- und Kassenverwaltung wird
seither computergestützt durchgeführt. Dies ist eine wesentliche Hilfe
für die genaue Führung der Vereinsgeschäfte. Klanglich konnte die
Besetzung durch die Anschaffung neuer B-Hörner wesentlich verbessert
werden.
Einen ganz besonderen
Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte brachte das Jahr 1988. Der
Musikverein machte eine Konzertreise nach Berlin. Den Organisatoren der
Fahrt Franz-Josef Warken und Herbert Scherer gelang es, über das
Ministerium für innerdeutsche Beziehungen eine Sondergenehmigung für ein
Konzert in der ehemaligen DDR zu erhalten. Wir waren der erste
westdeutsche Verein, der im Rahmen eines Touristikaufenthalts auf dem
Alexanderplatz in Ost-Berlin ein Konzert geben durfte. Es war eine
großes Ereignis, vor dem Schöneberger Rathaus und unter dem Funkturm in
Ost-Berlin zu musizieren. Die Saarbrücker Zeitung berichtete von einem
„ungewöhnlichen Konzert“, das auch bei den 72 Teilnehmern ebenso wie die
12-stündige Bahnfahrt durch die ehemalige DDR, die schikanösen
Grenzkontrollen und der Besuch im Ostteil Berlins bis heute in
Erinnerung ist, zumal eine Wiederholung in dieser Art angesichts der
zwischenzeitlichen politischen Entwicklung nicht mehr möglich war.
Zur Lagerung der
verschiedenen vereinseigenen Materialien wurde dem Verein im Jahr 1988
von der Stadt Lebach das alte Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach zur
Verfügung gestellt. Die Räumlichkeit wurde in Eigenregie renoviert und
für Vereinszwecke hergerichtete. Gleiches ist der Fall bei einem Raum
über dem Kindergarten, der uns dankenswerterweise von der
Kirchengemeinde überlassen wurde.
1989 wuchs die
Mitgliederzahl auf 320 an. Der Verein war wieder rege tätig und wirkte
an mehr als 30 Veranstaltungen mit. Im Mai nahmen wir am Bundesmusikfest
in Trier teil, wo Tausende von Musikern ein beeindruckendes Stelldichein
guter Blasmusik boten.
Im gleichen Jahr war der
Rundfunk in Gresaubach zu Gast und wir gestalteten erneut die Sendung
„Singendes, klingendes Dreiländereck“. Ein Besuch bei unserem
Patenverein in Urmitz/Rhein brachte wieder einige angenehme Stunden in
Erinnerung. Auch der Besuch im Deutsch-Französischen Garten anlässlich
eines Musikfestes der Stadtkapelle Saarbrücken bot abwechslungsreiche
Stunden.
1990
(Die
erste CD)
Im Jahr 1990 waren in den
beiden Orchestern des Musikvereins rund 100 Musikerinnen und Musiker
aktiv. 228 fördernde Mitglieder waren angemeldet, so dass insgesamt mit
den noch in Ausbildung stehenden Kindern, die noch nicht im Orchester
spielten, 357 Mitglieder im Verein organisiert waren.
Eine Kostprobe der
musikalischen Arbeit konnte der Verein bei CD-Aufnahmen geben, die im
Auftrag der Stadt Lebach produziert worden sind.
Großer Wert wurde auf eine
gute Ausstattung bei den Musikinstrumenten gelegt. Mit der Anschaffung
eines neuen Schlagzeugs, neuer Becken und Flügelhörner wurde wesentlich
dazu beigetragen, den Klangkörper weiter zu verbessern.
1991
(90-jähriges Stiftungsfest)
Die Ausstattung des
Orchesters wurde durch den Ankauf des Glockenspiels kontinuierlich
verbessert. Man hatte erkannt, dass eine gute Ausstattung wesentlich
dazu beiträgt, gute Musik darbieten zu können. Anlässlich der
Wertungsspiele wurde dem Verein eine gute Aufbauarbeit bestätigt. Die
Teilnahme an den Wertungsspielen stieß nicht nur vereinsintern auf gute
Resonanz, sondern veranlasste auch die Preisrichterjury, die
musikalische Leistung mit einem 1. Rang mit Auszeichnung in der
Oberstufe zu bewerten.
Im Übrigen stand das Jahr
1991 ganz im Zeichen des 90-jährigen Stiftungsfestes. Fast jedes
Vereinsmitglied trug zu der erfolgreichen Durchführung des Festes bei,
sei es durch Mithilfe bei Auf- und Abbau, dem Dienst an verschiedenen
Verkaufsständen, dem Backen von rd. 150 Kuchen oder sonstigen
Tätigkeiten. Die Organisation des Festes wurde von einem aus 35
Mitgliedern bestehenden Festausschuss wahrgenommen. Dabei fand eine
Aufteilung in die Bereiche Festschrift, Programmgestaltung und
Organisation statt.
Als Auftakt zu der
Festveranstaltung wurde am 8. Juni vom Musikverein eine Abendmesse
gestaltet. Das eigentliche Stiftungsfest begann am 14. Juni mit einem
Rock-Festival. Mit dieser Veranstaltung wollten wir etwas für unsere
Jugendlichen bieten. Leider blieb die Besucherzahl jedoch weit hinter
den Erwartungen zurück. Aber schon der Festkommers mit den Musikfreunden
aus Eppelborn und dem Gastverein aus Sonthofen war ein gelungener
Abend.
Höhepunkt des Festes war der
am 16. Juni durchgeführte Festumzug. Insgesamt 17 Musikvereine und 12
Ortsvereine marschierten an zahlreichen begeisterten Besuchern vorbei.
Das Festzelt mit seinen 800 qm reichte bei weitem nicht aus, um die
vielen Besucher unterzubringen. Zum Abschluss des Stiftungsfestes fand
ein Unterhaltungsnachmittag mit einer Liveübertragung des Saarländischen
Rundfunks unter Mitwirkung unseres großen Orchesters und ein fideler
Dorfabend mit unseren Ortsvereinen statt. Das Festzelt war auch an
diesem Tag vom Nachmittag bis spät in die Nacht fast bis auf den letzten
Platz besetzt.
1992
(Der
Biergarten)
Im Jahr 1992 beschloss der
Vorstand, im Zusammenwirken mit dem Wirt des Vereinslokals „Alt Saubach“
im Garten der Gaststätte einen Festplatz herzurichten. Die Organisation
für die anstehenden Arbeiten erwies sich als sehr beschwerlich. Aber
dennoch konnten die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Es
entstand ein parkähnliches Anwesen, in dem man längerfristig zu feiern
gedachte. Leider konnte der Biergarten jedoch nur wenige Jahre genutzt
werden.
Damit sich die Musiker von
dem Stress des Jahres erholen konnten, wurde im Oktober eine Fahrt zu
unseren Musikfreunden nach Urmitz durchgeführt. Wer die Musiker bei der
Rückkehr in Gresaubach sah, konnte die Strapazen der zurückliegenden
Fahrt erahnen. Dass der Besuch unseren Freunden aus Urmitz ebenfalls
gefallen hatte, wurde durch ihren spontanen Besuch an unserem
Weihnachtskonzert deutlich.
1993
(Erfolgreiche Wertungsspiele)
Nach dem Sommerfest
übernahm Dieter Quinten die Aufgaben des 1. Vorsitzenden. Als erste
Amtshandlung musste er sich mit dem Abschluss eines Vertrages über die
Nutzung des Biergartens hinter dem Vereinslokal befassen. Der Vertrag
sah vor, dass der Musikverein innerhalb der nächsten 10 Jahre, also bis
einschließlich 2002, den Biergarten für Vereinszwecke, insbesondere für
das jährliche Sommerfest, kostenlos nutzen konnte. Es kam jedoch alles
anders, da das Vereinslokal veräußert wurde und geräumt werden musste.
Ein weiteres Problem tauchte
auf, als die Stadt beabsichtigte, das Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach,
wo seit Jahren unsere Material für die Durchführung der Feste lagerte,
zu verkaufen. Dieser Plan wurde jedoch zum Glück erst einige Jahre
später realisiert, so dass wir noch einige Zeit die Möglichkeit hatten,
neben dem Dachgeschoss des Kindergartens, das Gebäude zur Aufbewahrung
unserer Materialien zu nutzen.
Musikalisch ist das gute
Abschneiden des großen Orchesters und das hervorragende Ergebnis des
Jugendorchesters bei den Wertungsspielen zu nennen. Die kontinuierliche
Jugendarbeit war und ist ein wesentlicher Eckpfeiler unserer
Vereinsarbeit. Dass 72 Jugendliche in der Ausbildung standen, beweist
die hohe Akzeptanz unserer Arbeit in der Bevölkerung.
1994
(Ausflug
nach Michelstadt/Odenwald)
Zwei Ereignisse sind neben
der traditionellen Fahrt nach Urmitz im Jahr 1994 von besonderem
Interesse. Am 15. Mai fand ein Wohltätigkeitskonzert für die Kinderhilfe
Limbach/Dorf zugunsten spastisch gelähmter Kinder statt. In einer
musikalischen Weltreise präsentierten sich das Jugendorchester, das
Große Orchester, die Oldies sowie verschiedene Einzelgruppen dem
Publikum. Hierbei wurde ein stolzer Erlös für die Kinderhilfe erzielt.
Vom 1. bis 3. Oktober fand
der Vereinsausflug nach Michelstadt statt. Unter der fachmännischen
Führung von Bruno Breunig lernten wir den Odenwald etwas näher kennen.
Dank des saarländischen
Organisationsgeschicks unseres Vorsitzenden Dieter Quinten ist es uns im
Laufe des Jahres gelungen, einen Verkaufsstand für unsere Feste zu
besorgen. Obwohl Auf- und Abbau des Standes einige Zeit erfordern,
konnten wir mit diesem Inventar unser jährliches Sommerfest wesentlich
attraktiver gestalten.
Die Mitgliederzahl unseres
Vereins belief sich mittlerweile auf 409, so dass statistisch gesehen
jeder 5. Gresaubacher Bürger Mitglied unseres Vereins war.
1995
(Vereinslokal ade)
Im Jahr 1995 wurde das
musikalische Inventar nochmals wesentlich erweitert, indem ein Xylophon
gekauft wurde. Die Beherrschung dieses Instruments stellte sich aber als
schwierig dar, so dass die wohlklingenden Klänge erst nach längerer
Übungsphase zu hören waren. Ansonsten gibt es aus diesem Jahr noch von
dem Besuch in Urmitz, von der Fahrt nach Heidelberg, dem Tag der
Blasmusik in Thalexweiler, den Wertungsspielen in Dillingen und dem
Weihnachtskonzert zu berichten.
Die verständliche aber
dennoch überraschende Mitteilung unseres Vereinswirtes, dass das
Gasthaus „Alt Saubach“ verkauft werde, stellte den Vereinsvorstand vor
enorme Probleme. Das Probelokal war von heute auf morgen geschlossen.
Der Verein musste eine neue Bleibe suchen. Mit sachlicher Überlegung und
engagiertem Handeln ist es 1996 gelungen, eine langfristige Lösung zu
finden.
1996
(Das
neue Vereinslokal)
Da der Saal des
Vereinslokals nicht mehr zur Verfügung stand, hatte der Vorstand trotz
skeptischen Anmerkungen beschlossen, den Kindermaskenball zukünftig in
der Mehrzweckhalle durchzuführen. Der Erfolg bestätigte, dass diese
Entscheidung richtig war. Wegen der schlechten Witterung wurde der
Faschingsumzug in Lebach kurzerhand auf den 30. April verschoben. Es war
ein völlig neues Gefühl, die Karnevalslieder bei warmem Sonnenschein zu
spielen.
Alle Vereinsmitglieder waren
sich darüber im Klaren, dass 1996 ein Schicksalsjahr für den Verein sein
würde. Das Vereins- und Probelokal war verkauft und diente nunmehr
religiösen Zwecken für die Baptisten. Großer Widerstand des Vorstandes
war notwendig, um den politischen Willen der Stadtverwaltung abzuwehren,
das Gasthaus Gaul mit unverhältnismäßig hohen Investitionen zu
Vereinszwecken zu sanieren. Das Gebäude wäre auch nach diversen
Renovierungsarbeiten nicht geeignet gewesen, mehrere Ortsvereine
unterzubringen. Schließlich hatte die Stadt Lebach dem Verein angeboten,
die Räume über der alten Schule und dem neuen Feuerwehrgerätehaus zu
überlassen. Nach langwierigen Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte
am 03. Oktober der Durchbruch vom Dachgeschoss des Feuerwehrgerätehauses
zur alten Schule gemacht werden. Der Grundstein zum späteren Musik- und
Kulturspeicher (MuKS) war gelegt. In geradezu vorbildlicher Weise wurden
die Räumlichkeiten im Laufe eines Dreivierteljahres zu Vereinszwecken
hergerichtet.
Zur Durchführung der
Baumaßnahme wurde gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft ein Bauausschuss
gebildet, dem Dieter Quinten, Herbert Scherer, Franz-Josef Warken, Peter
Michels sowie Herbert Kiefer als verantwortlichem Architekt und
Bauleiter seitens des Musikvereins angehörten. Am 19. September wurde
mit allen von der Baumaßnahme Betroffenen eine Infoveranstaltung
durchgeführt und am 20. September fand gemeinsam mit der
Kulturgemeinschaft eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur
Information der Mitglieder über die geplante Herstellung der neuen
Vereinsräume statt.
Der Arbeitseinsatz der
Vereinsmitglieder war enorm. In vielen Arbeitsstunden wurden die auch
körperlich schweren Arbeiten verrichtet. Die bautechnischen,
versicherungsspezifischen und vertraglichen Probleme wurden ebenso durch
vereinsinternen Sachverstand erledigt, wie die übrigen Facharbeiten.
Trotz oder auch gerade wegen
dieser Strapazen war das Jahr 1996 für unseren Verein ein gutes Jahr. Es
brachte uns zahlreiche Erfolge. Erfolge, die uns mittelfristig
zuversichtlich in die Zukunft blicken ließen. Erfolge, die uns auch die
Motivation für neue Aufgaben gaben. Aber auch Erfolge, die uns nicht
dazu verleiten sollten, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Die vielen
Auftritte des großen Orchesters trugen ebenso zur Imageverbesserung des
Vereins bei, wie die musikalischen Engagements unseres Jugendorchesters
beispielsweise in Taverne bei Trier und in Heilbronn. Rein äußerlich
wurde die neue Identität unseres Vereins durch ein neues
Willkommensschild deutlich, das der Vorstand in Auftrag gab und heute
noch bei Vereinsfesten zum Einsatz kommt. Eine weitere Neuerung sollte
das sogenannte „Notenblatt“ bringen, in dem in unregelmäßigen Abständen
über die Vereinsarbeit unter der Regie von Markus Meiser, Aloysius
Ferring und Wolfgang Klein berichtet werden sollte.
1997
(Der
Musik- und Kulturspeicher – MuKs-)
Neben den musikalischen
Highlights der beiden Orchester bei den Wertungsspielen, dem
Kirchenkonzert und dem Weihnachtskonzert sowie dem gemeinsamen Konzert
der beiden Jugendorchester von Schmelz und Gresaubach stand in erster
Linie das Richtfest für den MuKS am 07. Juni. Man wusste natürlich
zünftig zu feiern, hatte man doch endlich das Ziel erreicht, über eigene
Probe- und Gesellschaftsräume verfügen zu können. Für die laufenden
Geschäfte des MuKS wurde ein Verwaltungsrat gebildet und ein bzw. zwei
„Hausmeister“ verpflichtet. Die Strukturen dieser Verwaltungstätigkeit
mussten im Laufe der kommenden Jahre mehrfach korrigiert und den
tatsächlichen Bedürfnissen und Kosten angepasst werden.
Der MuKS dient nicht nur
Vereinszwecken sondern er kann auch gegen Entrichtung einer Miete von
Dritten zu anderen gesellschaftlichen und familiären Ereignissen genutzt
werden. Darüber hinaus wurde die Einnahmesituation dadurch zu verbessern
versucht, dass unter der maßgeblichen Verantwortung von Peter Michels
Veranstaltungen unter dem Titel „Kleinkunst in Gresaubach“ durchgeführt
wurden.
Vereinsorganisatorisch wurde
von der Mitgliederversammlung die Einführung eines Familienbeitrages
beschlossen. Zur Klangverbesserung des Orchesters wurde die Anschaffung
eines Fagotts vorfinanziert, so dass der Holzsatz von nun an
komplettiert werden konnte.
1998
(Berlin
bleibt doch Berlin)
Die erste Veranstaltung des
Jahres 1998 war die Einsegnung und Namensgebung für unsere Vereinsräume
am 16. Januar. Zur Namensgebung wurde ein Wettbewerb durchgeführt, der
schließlich den bereits erwähnten Namen „Musik- und Kulturspeicher“ zum
Ergebnis hatte.
Der Januar sollte aber noch
ein weiteres attraktives Ereignis bringen. Vom 23. bis 25. Januar fand
unsere zweite Berlinfahrt statt. Wir hatten relativ kurzfristig vom
saarländischen Ministerium für Umwelt den Auftrag erhalten, anlässlich
der Grünen Woche am Stand des Saarlandes zur musikalischen Unterhaltung
beizutragen. Dass unser dieser Ausflug noch lange in Erinnerung bleiben
wird, dafür haben nicht nur der erste Flug des Musikvereins, das
angebotene Programm, wie der Besuch der Stachelschweine, die
Stadtrundfahrt oder die Berliner Luft, sondern auch die „gelben
Kärtchen“ (Getränkebons), die uns vom saarländischen Umweltministerium
auf der Grünen Messe freundlicherweise überlassen wurden, beigetragen.
Bereits am 15. November fand
eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, die sich mit der
Vorbereitung des Stiftungsfestes im Jahre 2000 befasste. Von der
Versammlung wurde eine Programmskizze für das Musikfest beschlossen und
die Mitglieder für vier Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Festes
gewählt.
Musikalisch sind die
Auftritte unseres Jugendorchesters am Pfingstkonzert und in der
Kurklinik in Königstein (Taunus) sowie der Besuch im Schlumpfpark zu
erwähnen. Das Große Orchester stellte sein Können u. a. beim
Frühschoppenkonzert auf dem Wünschberg, beim Musikfest in
Sotzweiler-Bergweiler, bei den Sommerfesten in Schmelz und Limbach, beim
Feuerwehrfest in Gresaubach, beim Heimatfest in Steinbach und natürlich
beim Weihnachtskonzert unter Beweis.
Um anlässlich unseres
Jubiläumsfestes im Jahr 2000 eine Kostprobe unserer musikalischen Arbeit
präsentieren zu können, haben wir im Laufe der Jahre 1998 und 1999
Musikaufnahmen im MuKs angefertigt.
1999
(Kleinkunst in Gresaubach)
Am Pfingstmontag konnten wir
zum wiederholten Mal auf dem Wünschberg in Lebach zum
Frühschoppenkonzert des Lions Clubs spielen. Am 20. Juni besuchten wir
wiederum unsere Musikfreunde in Urmitz. Der Vereinsausflug des
Jugendorchesters ins Disneyland nach Paris, bei dem das Jugendorchester
auch vor den Kulissen Wald Disneys musizieren durfte, war ein besonderer
Leckerbissen.
Ein großes Problem entstand,
als der Dirigent des Jugendorchesters Mark Endres im Juni mitteilte,
seine Tätigkeit als Dirigent einstellen zu wollen. Schließlich erklärte
sich Esther Scherer bereit, die Nachfolge von Mark Endres als Leiterin
des Jugendorchesters anzutreten. Dass dies ein Glücksfall war, wurde
bereits am Weihnachtskonzert deutlich.
Das Weihnachtskonzert wurde
in diesem Jahr erstmalig von Volker Kohr angesagt, der in die Fußstapfen
seines Patenonkels Heiner Michels getreten ist, der uns leider allzu
früh verlassen hat.
Im Rahmen der
Kleinkunst in Gresaubach präsentierte unser Verein wiederholt die Jensen
Singers, das Bläserquintett „Blechreiz“, die freie Kunstschule Saarlouis
sowie Detlev Schönauer (Jacques´Bistro).
2000
(Die Pro
Musica Plakette)
Die
Vereinsaktivitäten im ersten Halbjahr 2000 konzentrierten sich im
wesentlichen auf die Vorbereitung des Jubiläumsfestes, das vom 12. bis
14. August auf dem neuen Platz in der Ortsmitte gefeiert wurde. Für den
Verein war es eine besondere Ehre, im Rahmen des Stiftungsfestes mit der
Pro Musica Plakette ausgezeichnet zu werden.
Angestrebt war auch das Kreismusikfest durchzuführen, da aber in der
entscheidenden Sitzung des Musikkreises Saarlouis kein Vorstandsmitglied
des MV Gresaubach anwesend war, bekam ein anderer Verein die Ausrichtung
des Kreismusikfestes zugeteilt. Das fügte dem Fest jedoch keinen Schaden
zu.
Das
Stiftungsfest im Jahr 2000 war ein voller Erfolg. Bei schönstem Wetter
wurde 3 Tage im großen Festzelt auf dem Marktplatz gefeiert. Am ersten
Tag fand ein großes Treffen der Jugendorchester statt. Von der
musikalischen Früherziehung und dem Jugendorchester wurde das Singspiel
„Vogelhochzeit“ aufgeführt. Der Samstagabend wurde festlich vom Großen
Orchester eröffnet. Das Polizeimusikkorps des Saarlandes und die „Old
Mac Donald’s Soul Whoppers“ gestalteten den weiteren Abend. Der Sonntag
begann mit einem Dankgottesdienst im Festzelt und anschließend spielten
die Musikfreunde aus Schmelz und Urmitz/Rhein zum Frühschoppenkonzert
auf. Gut gestärkt durch das Mittagessen auf dem Festplatz begann ein
musikalischer Nachmittag. Eine musikalische Reise durchs Jahrhundert
unter dem Motto „Musik im Wandel der Zeit“ fand am Sonntagnachmittag in
Gresaubach statt. Ein beeindruckender Festumzug mit 36 Gruppen,
bestehend aus Musikvereinen, Fußgruppen und Festwagen boten eine
Zeitreise durch die Musikgeschichte der letzten 100 Jahre. Nach diesem
freudigen Festumzug fand vor dem Festzelt ein Massenchor aller
teilnehmenden Musikvereine unter der Leitung von Herbert Scherer statt.
Nach diesem großen Massenchor spielten die Musikvereine Ensdorf,
Ommersheim sowie die Bergkapelle der DSK Saar zur Unterhaltung auf. Am
Abend des selben Tages folgte dann ein weiterer Höhepunkt. Der
Vorsitzende des Musikvereins Herr Dieter Quinten nahm die
Pro-Musica-Plakette entgegen, die der Schirmherr Ministerpräsident Peter
Müller im Auftrag des Bundespräsidenten für 100 Jahre vorbildhafte
Vereinsarbeit überreichte. Diese Plakette stiftet der Bundespräsident
für Musikvereine mit 100-jähriger Tradition.
(Diese Auszeichnung stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke am 07. März
1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die
mindestens auf eine einhundertjährige Geschichte zurückblicken können
und sich in dieser Zeit besondere Verdienste um die Pflege des
instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen
Lebens verdient gemacht haben).
Der
Sonntag wurde beendet mit einem Konzert der Swing Time Company. Zum
Abschluss des Festes wurde am Montag ein gelungener
Dorfgemeinschaftsabend geboten und die Band „Bous Brothers and Sister“
spielten zum Tanz auf. Dieses große Stiftungsfest war nur durch die
Mithilfe vieler aktiver und inaktiver Mitglieder des Musikvereins
möglich. Der ganze Verein war auf den Beinen.
Im
September hat das Jugendorchester eine Vereinsfahrt zum internationalen
Orchestertreffen in Spanien unternommen und dort Freundschaft mit dem
Musikcorps Belm geschlossen. Im Oktober fand außerdem der „Tag der
Blasmusik“ in Gresaubach statt.
Beim
Weihnachtskonzert des Jahres 2000 gab der Dirigent des Großen Orchesters
Herbert Scherer den Dirigentenstab an Mark Endres ab. Herbert Scherer
leitete das Große Orchester seit 1983 also 17 Jahre sehr erfolgreich.
Mark Endres ist der 1. Dirigent in der Vereinsgeschichte, der
professionell ausgebildeter Musiker ist und für seine
Dirigententätigkeit bezahlt wird. Seine musikalischen Anfänge machte
Mark als Kind im Musikverein „Harmonie“ Gresaubach an der Trompete.
2001
(Generationswechsel)
Bei
der turnusmäßigen Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen im Jahr
2001 kam der Musikverein ganz schön ins Schwitzen. Es vollzog sich ein
großer Generationenwechsel. Sieben Positionen im Vorstand waren neu zu
besetzten, und im Vorfeld waren keine Kandidaten in Aussicht.
Insbesondere war es schwierig einen neuen 1. Vorsitzenden zu finden.
Roman Herrmann übernahm nach einer langen Mitgliederversammlung von
Dieter Quinten das Amt des 1. Vorsitzenden. Die weiteren Posten im
Vorstand wurden anschließend zügig besetzt.
Am 4.
März 2001 wurde der Förderverein „Freunde der Gresaubacher Blasmusik“
gegründet. Der 1. Vorsitzende des Vereins war Herbert Klein Junior. Der
Förderverein unterstützt uns finanziell bei den Ausbildungskosten der
Jungmusiker, der Jugendarbeit, der Anschaffung von Notenmaterial, der
Anschaffung von Instrumenten und der Förderung des Kulturlebens in
Gresaubach.
Der
„neue“ Vorstand beschloss in einer seiner ersten Sitzungen, dass das
Sommerfest in Zukunft nur noch 2 Tage anstatt 3 Tage gefeiert wird.
Trotz dieser Veränderung konnte der Umsatz mit nur 2 Tagen Festlichkeit
gesteigert werden.
Auch
wurde im Vorstand beschlossen die vereinsinternen Ehrungen immer am
Sommerfest durchzuführen. Die Ehrungen im Verein werden nun jahrgenau
durchgeführt
In
der Mitte des Jahres 2001 wurde auf Initiative unseres Geschäftsführers
Wolfgang Klein mit Unterstützung von Martin Buchheit die Internetseite
des Musikvereins online gestellt. Bis heute hält unser Webmaster
Wolfgang Klein die Seite immer aktuell und informativ. Unter
www.musikverein-gresaubach.de findet man die neuesten Termine,
Informationen und Fotos. Die Internetseite ist eine wichtige Institution
und Aushängeschild für den Verein nach Außen.
Der
neue Dirigent Mark Endres führte auch musikalisch zu einem geänderten
Repertoire. Da Mark Endres noch mehrere Vereine leitet, musste der
Probetag variabler gestaltet werden. Die traditionelle
Sonntagsmorgenprobe fiel weg. Der Donnerstagabend wurde zunächst der
neue Probetermin. Der Probetag wechselte häufig im Laufe der Zeit.
Darunter litt auch der Probenbesuch. Bei der Durchführung des
Weihnachtskonzertes gab es auf Initiative des neuen Dirigenten einige
Änderungen. Es wurden keine Tische mehr aufgestellt und während dem
Konzert fand kein Bierausschank statt. Dies hat sich zu Gunsten der
Konzentration und Ruhe in der Konzerthalle bewährt. Viele Kritiker
hatten anfangs Skepsis.
2002
(Der
Euro kommt)
Durch
die Währungsumstellung auf Euro im Jahr 2002 mussten auch die
Mitgliedsbeiträge umgestellt werden. Die Euro Umstellung war für den
Verein eine leichte Etude.
Im
Oktober 2002 wurde eine große Vereinsfahrt nach Ingolstadt unternommen.
Zwei voll besetzte Busse machten sich auf den Weg nach Bayern. Wir
folgten einer Einladung unseres Musikkameraden Udo Jung. Auf der schönen
Fahrt wurde unter anderem das Audi- Museum besichtigt. Außerdem fand ein
Kirchkonzert des Großen Orchesters statt.
Zwei
unserer Teilnehmer mussten hier die unschöne Erfahrung machen, wie es
ist, wenn man Bierkrüge vom einem Oktoberfest mitnimmt. Die beiden
mussten kurzerhand aufs Polizeirevier.
2003
(Freundschaften werden gepflegt)
Bei
der Mitgliederversammlung des Jahres 2003 wurde Stefan Ferring der neue
1. Vorsitzende.
Am
Sommerfest 2003 wurde am Samstagabend erstmals ein Themenabend, der
spanische Abend, mit entsprechender Dekoration, Speisen und Getränken
durchgeführt zu dem unsere Musikfreunde aus Belm angereist waren. Da
keiner wusste wie dieser Abend angenommen wird, gab es erst mal „nur“
Paella, frisch gemacht in einer großen Pfanne im Festzelt. Der Ansturm
auf dieses Speise war so enorm, dass die Paella gleich ausverkauft war.
Da der spanische Abend so gut angenommen wurde, war man sich einig im
nächsten Jahr einen weiteren Themenabend in größerem Rahmen und mit mehr
Dekoration durchzuführen. Mittlerweile sind die Themenabende feste
Bestandteile der Sommerfeste.
Das
Jugendorchester fuhr zum zweiten mal nach Spanien. Diese Art der
Freizeitgestaltung kommt sehr gut an bei den Jugendlichen. Zeltlager und
Co sind eher out.
Im
Oktober wurde ein Tagesausflug zu unseren Patenverein nach Urmitz am
Rhein unternommen. Mit einem Ausflugsschiff der „La Paloma“ wurde der
Rhein erkundet. Neben einem zünftigen Mittagessen im urtümlichen
Brauhaus wurde später auf der „La Paloma“ kräftig gefeiert und zusammen
an Deck musiziert. Viele winkende und freudige Rufe vom Ufer aus konnten
uns erreichen. Im Anschluss an diese schöne Schiffsfahrt ging es in das
Probelokal unserer Musikfreunde zum feiern. Diese Fahrt belebte einmal
wieder mehr den Zusammenhalt der beiden Vereine.
2005
(Gemeinnützigkeit erhalten)
Im
Jahre 2005 vollzog sich wieder ein größerer Führungswechsel im
Musikverein. Der Jugendleiter Johannes Schneider übernahm die Position
des 1. Vorsitzenden von Stefan Ferring.
Das
105. Jubiläumsfest wurde zu Gunsten des 110jährigen Festes nicht größer
gefeiert. Es gab jedoch ein feierliches Kirchenkonzert, welches viele
Mitbürger/innen im Ort erfreute.
Im
Orchester wurden endlich Notenwarte eingeführt, um das umfangreiche
Notenmaterial zu verwalten. Vorher waren die Noten bei Johannes
Schneider im Keller deponiert.
Weiterhin wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragt. Der Verein
darf nun Spendenquittungen ausstellen.
Die
traditionelle Vatertagswanderung des Musikvereins (Christi Himmelfahrt)
erlebte in diesem Jahr eine Veränderung. Zum ersten Mal wurde an der
Hundehütte des Hundesportvereins Gresaubach gefeiert. Die Hütte wird uns
vom Hundeverein als Gegenleistung fürs Musizieren beim Maibaumsetzen
(durch die Oldtimer Band) kostenlos zur Verfügung gestellt.Trotz eines
„weiten“ Anreiseweges hat sich dieser Platz bewährt und wurde gerne von
den Musiker/innen und Mitgliedern des Vereins angenommen.
Im
Herbst des Jahres 2005 wurde ein Vereinsfahrt des Jugendorchesters und
der Oldtimerband zu unseren Musikfreunden nach Belm unternommen. Hier
konnten die „Oldtimer“ mit Verstärkung auf einem Fest in der „Belmer
City“ ihr Unterhaltungstalent unter Beweis stellen. Dabei ernteten die
Musiker/innen viel Applaus. Das Jugendorchester spielte am nächsten Tag
vor dem Großen Einkaufscenter in Belm auf. Auch durfte eine
Stadtbesichtigung von Osnabrück nicht fehlen. „Jung und Alt“ feierten
fröhlich in Gemeinschaft.
In
der Mehrzweckhalle Gresaubach wurde im Herbst ein gelungener
Familienabend mit mehr als 200 Mitgliedern durchgeführt. Der letzte
Familienabend lag cirka 10 Jahre zurück. Ein buntes unterhaltsames
Programm gestaltet von Aktiven des Großen Orchesters und des
Jugendorchesters wurde den Teilnehmern geboten. Ein Familienabend ist
ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben und sollte in regelmäßigen
Abständen durchgeführt werden.
2006
(Zum 2.
Mal den Robert Klein Preis erhalten)
Im
Jahr 2006 wurde dem Musikverein „Harmonie“ Gresaubach zum 2. Mal der mit
1000 Euro dotierte Robert Klein Preis für seine vorbildliche
Jugendarbeit verliehen. Der Preis wurde von der Bank1 Saar gestiftet und
im MuKs überreicht.
Weiterhin wurde im Herbst eine sehr schöne Vereinsfahrt in den Ostharz
in die Fachwerkstatt Quedlinburg unternommen. Dort wurde unter anderem
der Brocken mit der Schmalspurbahn erklommen. Auch mit einer kleinen
Gruppe Musiker/innen kann man beste Unterhaltung liefern, dass stellten
wir am letzten Abend bei einer kleinen Feier in unserem Hotel unter
Beweis.
2007
(4
verdiente Musiker erhalten die kleine Ehrenplakette)
Bei
den satzungsmäßigen Vorstandsneuwahlen im Jahr 2007 haben die beiden
damaligen Organisationsleiter ihr Amt niedergelegt. Es wurde kein Ersatz
gefunden. Bis aus weiteres musste die Arbeit der Organisationsleiter
unter dem übrigen Vorstand verteilt werden.
Ebenfalls wurde die Ehrungsordnung im Verein geändert. Die Aktiven
werden bereits ab 10jähriger aktiver Musiktätigkeit und die inaktiven
Mitglieder ab 20jähriger Vereinszugehörigkeit geehrt.
Wo
kommt die saarländische Kohle her? Dies wollte der Vorstand genauer
wissen. Auf Initiative unseres Geschäftsführers Wolfgang Klein wurde
eine interessante Grubenbefahrung auf dem Bergwerk Saar Anlage
Nordschacht organisiert. Mit 12 Metern in der Sekunde ging es in
zweieinhalb Minuten auf eine Tiefe von 1750 Meter. Danach begann eine
mühevolle und schweißtreibende Besichtigung unter Tage. Eine
beeindruckende Fahrt. Glück Auf!
Auch
unsere jährliche Vatertagswanderung an der Hundehütte erhielt eine neue
Gestaltung. Die Formation „Oldies“ spielen zur Unterhaltung auf. So wird
die Stimmung erst richtig schön. Jung und Alt sind erfreut. Die
Vatertagswanderung ist für alle Mitglieder des Vereins mit ihren
Familienmitglieder gedacht.
Das
Sommerfest wurde erstmals in einem kleineren Rahmen ohne großes Festzelt
und mit geringerem Aufwand durchgeführt. Trotz großer Bedenken im
Vorstand hat sich dieses System bewährt.
Die
Formation „Sau Brass“ ein Quintett bestehend aus 5 Musikern des
Musikvereins, die zu diesem Zeitpunkt erst gegründet wurden, traten zum
ersten mal auf dem Sommerfest auf. Ein musikalischer Höhepunkt.
Bereits zum 3. Mal fuhr das Jugendorchester zum beliebten Ziel Spanien.
Eine Woche hieß es Olé Espana! Natürlich kam die Musik nicht zu kurz,
viele Auftritte wurden absolviert. Das wichtigste musikalisches Ziel
war, die Teilnahme an den dort stattfindenden Wertungsspielen. Zu
diesen Wertungsspielen hatten sich 12 Vereine gemeldet, unter anderem
auch aus Sardinien, La Palma und der Schweiz. Mit einem 8. Platz konnte
das Jugendorchester zufrieden sein, denn die Konkurrenz war sehr stark.
Der
Tag der Jugendorchester fand in diesem Jahr in Gresaubach statt. Die
Idee von unserem 1. Vorsitzenden Johannes Schneider daraus eine Art
„Open Air“ auf der Bühne in der Ortsmitte zu machen, wurde kläglich vom
„Stadtverband der kulturellen Vereine Lebach“ abgelehnt. Also fand die
Veranstaltung in der Mehrzweckhalle statt.
Vier
verdienten aktiven Mitgliedern, die auch lange Jahre im Vorstand tätige
waren, wurde vom Bund Saarländischer Musikvereine die kleine
Ehrenplakette verliehen. Es waren Rudi Endres, Herbert Scherer, Dieter
Quinten und Franz- Josef Warken. Diese Ehrenplakette erhält, wer 20
Jahre Vorstandsarbeit und 40 Jahre aktiver Musiker/inn war.
Durch
die Schließung der Grundschule in Gresaubach wurden die freiwerdenden
Klassenräume durch die Stadt Lebach vermietet. Da der Musikverein viel
Platz braucht um die musikalische Ausbildung weiter zu führen und seine
Noten zu verwalten, war dieser Raum für uns notwendig geworden. Der
obere Klassenraum in der „Alten Schule“ wird nun vom Musikverein
angemietet.
Kurz
vor dem Weihnachtskonzert des Jahres 2007 verstarb unerwartet und
plötzlich unser Musikkamerad und Ehrendirigent Herbert Scherer. Er war
zu diesem Zeitpunkt auch der 1. Vorsitzende des Fördervereins. Seine
Familie und der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach sowie die „Freunde der
Gresaubacher Blasmusik“ blieben in tiefer Trauer zurück. Nach langen
Diskussionen im Vorstand, wurde entschieden das Weihnachtskonzert
trotzdem durchzuführen, da dies im Sinne von Herbert Scherer gewesen
wäre. Das Weihnachtskonzert des Jahres 2007 wurde mit einer
Schweigeminute eröffnet.
2008
(Feuerwehrhaus Rümmelbach ade)
Bei
der Mitgliederversammlung 2008 wurde als Vertretung für die
Organisationsleiter ein Organisationsteam auf Vorschlag unseres
Musikkameraden Aloisius Ferring gegründet. Die Mehrarbeit im Vorstand
war im Jahr 2007 belastend gewesen. Für den ausgeschiedenen 2.
Vorsitzenden Herbert Klein Junior wurde leider kein Nachfolger gefunden.
Der Beitrag für Kinder und Jugendliche wurde von 6 Euro auf 12 Euro im
Jahr erhöht. Die Satzung wurde dahin gehend geändert, dass die
Mitgliedschaft bereits mit der Ausbildung im Verein beginnt.
Im
Vorstand des Fördervereins übernahm Fred Metschberger den Posten des 1.
Vorsitzenden für den verstorbenen Herbert Scherer.
Das
Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach musste geräumt werden, da die Stadt
Lebach diese Räume veräußerte. Ein Ersatz für die Unterbringung unseres
Inventars wurde in einem Container auf dem Festplatz, gespendet von der
Firma (Ditgen), gefunden. Weiterhin werden die uns zugeteilten Räume
über dem Kindergarten genutzt. Bei einem Inventar wie es der Musikverein
besitzt sind solche Räume dringend wichtig.
Da
die Ehrungen am Sommerfest zeitlich nicht mehr unterzubringen waren,
wurden die vereinsinternen Ehrungen ab dem Jahr 2008 an der
Weihnachtsfeier durchgeführt. Dies gilt nicht in einem Jubiläumsjahr.
Auch
die Weihnachtsfeier des Musikvereins erlebte in den letzten Jahren einen
steten Zuwachs. Das Programm wurde entsprechend angepasst und das
Krippenspiel überbietet sich jährlich. Ein schöner Nachmittag mit viel
Unterhaltung für alle Mitglieder des MVH und ihren Familienangehörigen.
2009
(Getränkevertrag im MuKs mit der Brauerei Karlsberg ist beendet)
Da
sich das Organisationsteam im Jahr 2008 bewährt hatte, wurde bei der
Mitgliederversammlung 2009 beschlossen zwei Vertreter des
Organisationsteams in den Vorstand zu wählen. Sara Michels und Thomas
Herrmann wurden als Leiter des Organisationsteams in den Vorstand
gewählt.
Im
Jahre 2009 bekam unser Dirigent Mark Endres den Musikverein Hasborn noch
hinzu. Da dieser Verein nur Sonntagsmorgens proben kann, wurden wir
gebeten unseren Probetermin zu verlegen. Nach längeren Diskussionen und
Gesprächen war der Vorstand sich einig, die Probe zukünftig auf den
Sonntagabend festzulegen. Dieser Probentermin soll fester Bestandteil im
MVH sein. Auch soll nach Möglichkeit der Donnerstag nur noch im
äußersten Notfall als „Probenausweichtag“ dienen. Wir hoffen damit
endlich den geeigneten „Probetag“ gefunden zu haben. Aber bekanntlich
kann man es keinem recht machen.
Durch
intensive Bemühungen unserer Musikkameraden Christoph Klein und Herbert
Klein Junior wurde endlich der Getränkevertrag im MuKs mit der Karlsberg
Brauerei beendet. Der ehemalige Vertrag war für die Bereitstellung der
Tische und Stühle im MuKs geschlossen worden. Getränke können jetzt frei
eingekauft werden.
„Kinder wie die Zeit vergeht!“ Unser Patenverein der Musikverein
Urmitz/Rhein feierte sein 40jähriges Bestehen. Zu den Festlichkeiten
wurde der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach natürlich eingeladen.In
bekannter Manier gratulierten wir unseren Musikfreunden aus Urmitz/Rhein
und waren für 2 Tage nach Urmitz/Rhein angereist. Hier wurden die alten
Freundschaften wieder aufgefrischt oder neue Freundschaften geschlossen.
Bei der dort veranstalteten Quiz- und Spielshow hat unser Musikkamerad „Wisi“
Ferring den ersten Platz erreicht und darf sich über ein Ständchen des
Musikvereins Urmitz/Rhein in Gresaubach freuen. Sehr erschöpft traten
wir Sonntagnachmittag die Heimreise an.
Die
ersten Treffen und Vorbereitungen für unser 110jähriges Jubiläumsfest
begannen mit der Gründung eines Festausschusses. Dieser Festausschuss
ist kleiner wie bei den vergangenen großen Festen. Auch besteht von
Seiten der inaktiven Mitglieder anscheinend nicht das Interesse bei der
Mitarbeit im Festausschuss. Bei der Gründung des Festausschusses waren
fast keine inaktiven Mitglieder anwesend.
2010
(Musikverein wird 110 Jahre alt und feiert sein 400. Mitglied)
Im Jahr 2010 wurde endlich
eine 2. Vorsitzende gefunden. Unsere Musikkameradin Gerdi Michels hat
sich bereiterklärt dieses Amt zu übernehmen.
Wie
in jedem Jahr führte der Musikverein Gresaubach an der Faasend seinen
Kindermaskenball in der Mehrzweckhalle durch. Das Jugendleiterteam
begeisterte dort kleine und große Kinder mit Spiel, Spaß und Musik. Es
gab Showtanzeinlagen und kleine Büttenreden sowie abends flotte
Tanzmusik. Man kann vermerken, dass die Besucherzahlen zurückgehen. Die
Veranstaltung soll aber fester Bestandteil im Jahresprogramm des
Musikvereins bleiben. Die Programmpunkte werden in den nächsten Jahren
geändert und angepasst.
Im
April diesen Jahres wurde das erste Marschkonzert der Vereinsgeschichte
zusammen mit dem Musikverein „Harmonie“ Schmelz in der Primshalle
Schmelz veranstaltet. Das reine Marschkonzert hat die rund 500 Zuhörer
begeistert, es beruhte auf einer Idee von Peter Michels.
Im
Mai des Jahres 2010 wurde feierlich unser 400. Mitglied, der aktive
Musiker Thomas Kopp, begrüßt.
Das
aktuelle Jahr steht im Übrigen ganz im Zeichen der Vorbereitungen des
110jährigen Jubiläumsfestes. Zum zweiten mal in seiner Vereinsgeschichte
(seit 1964) ist der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach Ausrichter des
Kreismusikfestes des Kreises Saarlouis. Als Schirmherrin dürfen wir die
Landrätin des Kreises Saarlouis Frau Monika Bachmann begrüßen.
Die
vielfältigen Aufgaben im Vorfeld werden diesmal, wie schon erwähnt, ohne
großen Festausschuss bewältigt.Die Zeiten haben sich geändert. Wo früher
noch über 30 Gastvereine zum Jubiläum kamen sind es heute noch etwa 15
Vereine die ihr Kommen zugesagt haben. Wir aber werden positiv in die
Zukunft gehen. Der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach kann getrost nach
vorne schauen und ihn wird es noch lange geben. Hand drauf!
Nach
den Strapazen des Festes werden wir im August noch ein Konzert auf dem
Place D’armes in Luxemburg geben. Dieser Auftritt wurde bereits im Jahr
2009 abgemacht und wird als Tagesfahrt durchgeführt.
Als
Abschluss unseres 110 jährigen Jubiläums, werden wir am Erntedankfest
das Jubiläumsjahr mit einem Kirchenkonzert beenden.
|