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1900 – 1909

(Der Anfang) 

Im Jahr 1900 waren nicht nur die Weltausstellung und die Olympischen Spiele in Paris von besonderer Bedeutung, sondern in Gresaubach war es insbesondere die Tatsache, dass Franz Altmeyer, Franz Fries, Nikolaus Altmeyer, Mathias Herrmann sowie Johann Kühn unter schwierigen Bedingungen den Grundstein des heutigen Musikvereins legten. Bereits im Jahre 1898 trafen sich die fünf Männer in kleiner Runde zur ersten Probe. Nach den ersten Gehversuchen nahmen sie zur Jahrhundertwende den regelmäßigen Probebetrieb auf.

In dem damals noch relativ kleinen Bauern und Bergmannsdorf fanden die fünf wackeren Knappen keine Möglichkeit, die Musik zu erlernen. Sie nahmen daher als Schlafhausgänger neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Bergmann in der Zechengemeinde Altenwald Musikunterricht. Obwohl ihre Übungsstunden sehr eingeschränkt waren – die schlafenden Kameraden wollten nicht gestört werden – hatten sie sich bald soviel Können angeeignet, dass sie mit Unterstützung von Angehörigen der Bergmannskapelle öffentlich auftreten konnten. So fand ihre Musik nun auch bei anderen Arbeitskameraden Anklang und es gesellten sich im Jahre 1908 als aktive Musiker

·       Wilhelm Altmeyer

·         Nikolaus Scherer

·         Jakob Bachmann und

·         Mathias Herrmann (Großen)

 zu ihnen, denen vier Jahre später (1912) 

·         Johann Endres

·         Adam Herrmann und

·         Peter Straß folgten. 

 

 1910-1919

(Erster Weltkrieg)

Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 wurde der junge Verein, dem zwölf aktive Männer angehörten, in seiner musikalischen Aufbauarbeit unterbrochen.

Drei aktive Männer Johann Endres (gefallen in Serbien), Peter Straß (gefallen in Frankreich) und Adam Herrmann (gefallen in Russland), kehrten aus diesem Kriegschaos nicht mehr zurück. Im Jahre 1919 – ein Jahr nach Ende des I. Weltkrieges – wurde dann unter der Stabführung des Dirigenten Mathias Altmeyer, der 1981 verstarb, mit den verbliebenen Kameraden die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. 

1919 kamen hinzu:

·         Josef Bachmann (Fliige1horn)

·         Peter Bachmann (Trompete) und

·         Andreas Hahn (Tenorhorn)

·         Mathias Altmeyer

 Die erste Generalversammlung im gleichen Jahr gab dem Musikverein den Namen

"Harmonie". Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Johann Schedler-Knauf das spätere Gasthaus Leo Altmeyer bzw. in den jüngeren Jahren das Gasthaus "Alt Saubach" bestimmt.

 1920 -1929

(Der erste Aufbau)

Das Interesse an der Blasmusik wurde insbesondere bei der Jugend immer größer. Die Zahl der Aktiven wuchs von Jahr zu Jahr. Es kamen hinzu:

·         1920 - Alois Ferring, sen. (Es-Horn)

·         1920 - Johann Bambach (Klarinette)

·         1923 - Peter Endres (Es-Horn)

·         1925 - Peter Altmeyer (Flügelhorn)

·         1925 - Nikolaus Koch (Flöte)

·         1925 - Peter Michels (Klarinette)

·         1925 - Josef Michels(Klarinette)

·         1925 - Leo Altmeyer (Bariton)

·         1925 - Alois Herrmann (Trompete)

·         19i8 – Theodor Kühn (Posaune) und

·         1929 - Mathias Bambach (Tenorhorn).

 Sowohl zur Vergrößerung der Mitgliederzahl als auch zur finanziellen Unterstützung des Vereins wurden zu dieser Zeit erstmals auch inaktive Mitglieder in den Verein aufgenommen. Zu den ersten fördernden Mitgliedern zählten damals:

·         1924 - Heinrich Naudorf

·         1924 - Albin Schmitt

·         1926 - N1kolaus Berwian

·         1926 - Eduard Schneider

·         1926 - Franz Fries (Lebacher StraBe)

·         1927 - Nikolaus Herrmann und

·         1928 - Peter Schedler.

Bereits im Juni 1924 besuchte der Verein unter Stabführung des Dirigenten Mathias Altmeyer erstmalig ein Musikfest in Eppelborn und erntete großen Beifall.

In schmucken Uniformen mit Helm wurde 1927 Pater Franz Altmeyer in die Kirche zu seiner Primiz geleitet. 

Im Jahre 1927 wurde ein Konzert bei dem Gasthaus Johann Schedler-Knauf, 1928 bei Nikolaus Schedler-Herrmann, 1930 bei Johann Fries und 1931 bei Hans Jungblut veranstaltet. In den Unterlagen ist nachzulesen, dass Herr Jungblut aus diesem Anlass die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ stiftete. Am 14. Juli 1929 veranstaltete der Verein sein erstes Musikfest. Der Festplatz war in den Gartenanlagen des Herrn Franz Altmeyer. Unter den anwesenden Gastvereinen wurden neue Freunde gewonnen und die Einladungen zu Musikfesten in der näheren und weiteren Umgebung häuften sich von Jahr zu Jahr. Der Reinerlös vom Musikfest wurde zur Anschaffung eines Notenschrankes und 21 Mützen genutzt. Durch die erzielten Erfolge wuchs das Interesse der ganzen Gemeinde und so war eine kirchliche oder weltliche Veranstaltung innerhalb des Ortes ohne Mitwirkung der Musikkapelle nicht mehr denkbar. 

1930 -1939

(Die Vorkriegszeit)

In diesen Jahren verbuchte der Verein die Beitritte von

Johann Schneider

Eduard Endres

Wilhelm Jungblut

Alois Koch

Karl Krämer und

Adolf Altmeyer

Als aktive Mitglieder.

Aus der Vereinsgeschichte geht hervor, dass am 10. April 1932 ein Familienabend gefeiert wurde, bei dem der Verein ein Fass Bier spendierte. Diese Tradition wurde in den Folgejahren selbstverständlich beibehalten. Einen musikalischen Leckerbissen offerierte der Verein 1933. Am 25. Dezember wurde das Singspiel „Heidelberg, Lenz und Liebe“ mit derart großem Erfolg aufgeführt, dass es am 6. Januar 1934 wiederholt werden musste. 

Der Verein war 1936 so groß und aktiv, dass er zur Reichsmusikkammer angemeldet wurde. Jedoch wurde in den verbleibenden 30er und frühen 40er Jahren des 20. Jahrhunderts das Wirken des Vereins beträchtlich eingeschränkt. Etliche, vor allem jüngere Vereinsmitglieder wurden zum Reichsarbeitsdienst verpflichtet und konnten sich so nicht mehr der Musik widmen. Der Zweite Weltkrieg brachte die Tätigkeit des Vereins schließlich ganz zum Erliegen. Viele Vereinsmitglieder wurden zur Wehrmacht eingezogen und kämpften an den Fronten des Krieges. Einige gerieten und Kriegsgefangenschaft und kehrten oft erst Jahre nach Kriegsende in die Heimat zurück. Glücklicherweise sind alle aktiven Musiker, die Soldaten waren, wieder zurückgekehrt. Dennoch lagen die Tätigkeiten des Vereins in dieser Zeit sprichwörtlich „auf Eis“.

1940 -1949

(Die Nachkriegszeit)

Langsam und nur zögerlich kam der Musikbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Gang. Das strikte Verbot jeglicher Vereinstätigkeit durch die Militärregierung der Besatzungsmächte, die misstrauisch in jedem Verein faschistischen oder militärischen Geist witterte, war die Hauptursache für das langsame Wiedererstehen des Vereinslebens.

Durch die Verordnung Nr. 22 betreffend Wiederherstellung des Vereinsrechts im französischen Besatzungsgebiet wurde am 12. Dezember 1945 die Erlaubnis zur Neugründung der aufgelösten Vereine gegeben.

Die erste Mitgliederversammlung nach dem 2. Weltkrieg am 5. Dezember 1948  beschloss für den zweiten Weihnachtstag 1948 eine Generalversammlung zur Wahl eines neuen Vorstandes einzuberufen.

 Bis zum Jahre 1950 traten dem Verein als aktive Mitglieder bei:

·         1946 – Josef Scherer (Horn)

·         1947 – Rudolf Biesel (Klarinette)

·         1947 – Erwin Endres (Posaune)

·         1947 – Alois Ferring, jun. (Flügelhorn)

·         1947 – Gerhard Ferring (Tenorhorn)

·         1947 – Peter Warken (Tenorhorn)

·         1948 – Erich Bachmann (Bass)

·         1948 – Alfons Klein (Klarinette) und

·         1948 – Anton Wild (Klarinette). 

1950 -1959

(Der zweite Aufbau)

Im Jahr 1950 konnte der Musikverein „Harmonie“ unter großer Anteilnahme von prominenten Mitgliedern der Regierung, auswärtigen Vereinen und überaus reger Beteiligung der Bevölkerung sein goldenes Jubiläum feiern. Pfarrer Philipp Maas hatte an der großen Resonanz des Festes sozusagen „maßgeblichen“ Anteil. Er war ein Gönner des Vereins.

Um die kulturellen Werte des Vereins zu festigen und die Kameradschaft zu vertiefen, wurden in den folgenden Jahren mehrere schöne Ausflüge an Mosel (Pfalzen) und Rhein unternommen. Besonders erwähnenswert ist die Beteiligung am Bezirksmusikfest in Lösnich am 15. und 16. Mai 1958, welches die Musikfreunde von Mosel und Saar zusammenführte. 

Bei der Einweihung seiner Lyra m 1., 2. und 3. Juli 1956 konnte sich der Verein auf 38 aktive Bläser stützen. Um diesen Klangkörper zu erhalten, musste der Verein verstärkt die Heranbildung junger Musiker ins Auge fassen. 

1960 -1969

(Die erste Jugendkapelle) 

Das Musikfest im Jahre 1961, das aus Anlass des 60-jährigen Bestehens gefeiert wurde, sollte eine neue Epoche in unserer Vereinsgeschichte einleiten. Am 21. August 1961 fand die erste Probe mit einer Gruppe von 11 Jungmusikern unter der Direktion von Rudi Endres statt. Dieses Datum darf als Gründungstag der ersten Jugendkapelle Gresaubach angesehen werden. Erstmals wurden auch junge Mädchen auf Blasinstrumenten ausgebildet und mit Maria Michels (verh. Kohr) und Christel Kühn (verh. Neufang) wurden die ersten Frauen als aktive Musikerinnen in den Verein aufgenommen. Dies war damals ein absolutes Novum. 

Im Laufe des Jahres 1963 legte der bewährte und allseits beliebte Dirigent Mathias Altmeyer nach fast 45jähriger Tätigkeit für den Verein sein Amt nieder. Ihm wurde in Anerkennung seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Zu seinem Nachfolger wurde der Dirigent der Jugendkapelle Rudi Endres gewählt. 

Im Jahre 1964 übernahm der Musikverein Gresaubach die Ausrichtung des 3. Kreismusikfestes im Musikkreis Saarlouis. 28 Kapellen leisteten der Einladung zu diesem Fest Folge und bekundeten durch ihre Teilnahme ihre Verbundenheit mit unserem Verein. Neue Freundschaften wurden geschlossen, sogar über die Landesgrenzen hinaus.

Der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach konnte sich sehen und selbstverständlich hören lassen. Dies zeigten eindrucksvoll die Wertungsspiele im Jahre 1967. Von 120 möglichen Punkten wurden in der Oberstufe 117 erreicht, mit dem Prädikat „Hervorragend“. 

Im selben Jahr konnte der Musikverein sein Können auch bei Rundfunkaufnahmen am Saarländischen Rundfunk unter Beweis stellen. Der Marsch „Adler von Paris“ die Ouvertüre „Hans im Glück“, die Polka „Blaue Augen“, der Walzer „Stern von Viareggio“ und der Florida-Marsch fanden unter den Rundfunkhörern viel Beifall und Anerkennung. 

Eine besondere Anerkennung und Aufwertung erfuhr der Verein im Jahre 1969, als der Dirigent Rudi Endres zum Kreisdirigenten des Musikkreises Saarlouis ernannt wurde. Auch äußerlich präsentierte sich das Orchester seit diesem Jahr in einem neuen Gewand. Im Mai 1969 konnten dank großzügiger Unterstützung der Gemeinde 59 schmucke neue Uniformen für alle aktiven Musiker gekauft werden. Die alten Uniformen wurden dem Musikverein „Urmitz/Rhein“ zur Gründungsfeier geschenkt. Anlässlich der Taufe des Urmitzer Vereins verbrachten die Gresaubacher Musiker zwei besonders „erlebnisreiche“ Tage am Rhein. 

In diesem Jahr gab unser Orchester nicht nur ein Konzert im Deutsch-Französischen Garten sondern übernahm auch die musikalische Umrahmung des Lebacher Pferderennens anlässlich der Grünen Woche und veranstaltete unter der Mitwirkung des Männergesangvereins Körprich ein Weihnachtskonzert im Vereinslokal Altmeyer. 

1970 -1979

(Das zweite Jugendorchester) 

Feierliche kirchliche Anlässe sind ohne Musik nicht denkbar, so dass es am 22. Februar 1970 selbstverständlich war, die Einweihung des kath. Kindergartens musikalisch zu verschönern.  

Im Jahre 1971 konnte unser Verein sein 70-jähriges Stiftungsfest feiern. Die Tatsache, dass 34 Gastvereine an dem Musikfest teilnahmen, stellt schon alleine eine besondere Anerkennung für den Verein dar. 

Auch außerhalb der eigentlichen Blasmusikszene ist die musikalische Leistungsfähigkeit unseres Vereins bekannt. So folgte der Musikverein 1972 einer Einladung der Deutschen Bundesbahn und umrahmte die Fahrt eines Sonderzuges nach Bullay (Mosel). 

Die musikalische Fortbildung war zu dieser Zeit schon ein Hauptanliegen, so dass vom 27. bis 30. Dezember 1972 im Saal des Vereinslokals ein Bläserlehrgang organisiert wurde, der vom damaligen Jugendleiter des Bundes Saarländischer Musikvereine, Bernd Hoffmann (Dirigent des Musikvereins Ommersheim), geleitet wurde. 

Im Jahre 1973 wurden einige wesentliche Änderungen in der Vereinsorganisation vorgenommen. Durch eine Neuverteilung der Aufgaben erfolgte eine klare Trennung zwischen musikalischer und verwaltungsgeschäftlicher Aufgabenerfüllung, die sich bis heute gut bewährt hat. Zur Vertretung der einzelnen Register wurden Registerobmänner gewählt und zur besseren Information aller Musiker die unter der Regie von Helmut Junker und Franz-Josef Warken verfasste Informationsschrift „Mir Aktuell“ herausgegeben.

Wiederum konnte der Verein bei Wertungsspielen (1973) sein Können unter Beweis stellen. Wegen der hohen Zahl der Jungmusiker spielte der Verein diesmal in der Mittelstufe und erzielte den 1. Rang mit Auszeichnung. Angespornt durch diesen Erfolg wurde die Jugendwerbung in verstärktem Maße fortgesetzt. So konnten von 1971 bis 1976 insgesamt 18 Jungmusiker ausgebildet werden. Die Werbung beschränkte sich jedoch nicht nur auf Jugendliche. Auch ältere ehemalige aktive Mitglieder wurden angesprochen und nahmen wieder aktiv am Vereinsleben teil. 

Machte man sich Anfang 1974 noch mutig daran, eine neue Bühne zu bauen, sahen die Aktiven sich im Oktober mit dem Problem konfrontiert, das bisherige Vereinslokal aufgeben und die Musikproben bis zum August 1975 in der alten Schule fortsetzen zu müssen. Wenig beeindruckt von diesen Schwierigkeiten führte der Verein vom 13. bis 15. September 1974 eine Konzertreise nach Chieming/Chiemsee durch, die noch vielen Mitgliedern in guter Erinnerung sein wird. Die Oberbayern waren von den musikalischen Darbietungen so begeistert, dass sie im September 1975 in Gresaubach einen Gegenbesuch abstatteten. Ein gemeinsamer „Bayrisch-saarländischer Abend“ stellte den Höhepunkt des Besuches dar. Das Interesse der Bevölkerung war so groß, dass die Sitzgelegenheiten in der Mehrzweckhalle bei weitem nicht ausreichten.

Gerne waren die Musiker am 23. August 1974 bereit, anlässlich der Einweihung der Mehrzweckhalle zu spielen, konnte man die Halle doch zukünftig zur Aufführung eigener Konzerte nutzen.

Um der steigenden musikalischen und organisatorischen Leistungsfähigkeit eines modernen Vereins gerecht zu werden, musste auch eine neue Satzung beschlossen werden. Am 27. November 1975 wurde daraufhin der Musikverein in das Vereinsregister eingetragen und führt seither den Zusatz „e.V.“. 

Infolge der Gebietsreform (1974) wurde 1975 der Stadtverband der kulturellen Vereine der Stadt Lebach gegründet. Der Musikverein erklärte seinen Beitritt am 19. August 1975.

Erstmalig im Jahre 1975 wurde auch ein Jugendzeltlager über mehrere Tage durchgeführt. Bis zum heutigen Tage ist die jährliche Durchführung einer Jugendfreizeitmaßnahme, sei es als Zeltlager oder Unterbringung in einer Freizeithütte bzw. in einer Jugendherberge, ein fester Bestandteil der Jugendarbeit. 

Vom 17. bis 20 Juli 1976 feierte der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach sein 75-jähriges Stiftungsfest, an dem sich 25 Vereine beteiligten. Das Fest wurde musikalisch und finanziell mit Erfolg abgeschlossen. Erfreulich war insbesondere, dass die Zahl der aktiven Mitglieder von 44 auf 57 anstieg, so dass ein kompletter Saxophonsatz besetzt werden konnte, nachdem vereinsseitig ein Baritonsaxophon angeschafft worden war. 

Weitere fünft aktive und sieben inaktive Mitglieder traten 1977 dem Verein bei. Die Musik stand zwar im Vordergrund aber auch andere gesellige Termine wie beispielsweise die Besichtigung der Karlsbergbrauerei oder die Vereinsfahrt nach Holland gehörten zum Veranstaltungsprogramm. 

Der 07. März 1978 ist wieder ein besonderer Eckpfeiler unserer Vereinsgeschichte. Zu diesem Termin trafen sich zirka zwanzig Jugendliche mit ihrem neuen Dirigenten Herbert Scherer zur ersten Musikprobe im Vereinslokal. Das zweite Jugendorchester, das bis heute Bestand hat, war gegründet. Von Interesse für unsere Vereinschronik ist noch der Hinweis auf die Fahrt nach Lösnich am 15. und 16. Juli und das Heimatfest vom 21. bis 24. Juli vor dem ehemaligen Gresaubacher Schwimmbad. 

Die Zahl der aktiven Mitglieder konnte im Jahr 1979 konstant gehalten werden. Der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach unterstützte auch, wie in den Jahren zuvor, interessierte aktive Musiker, die an Musik-Fortbildungslehrgängen teilnahmen. Das zur Tradition gewordene Jugendzeltlager fand von Jahr zu Jahr mehr Anklang und die Zahl der teilnehmenden Kinder und Jungendlichen steigerte sich in diesem Jahr erstmalig auf fünfundsechzig. Die Betreuung dieser Zeltlager wurde von Männern und Frauen des Musikvereins vorbildlich durchgeführt. 

Um die Geschlossenheit und ein attraktives äußeres Bild unseres Vereins zu gewährleisten, war es notwendig geworden, neue Uniformen zu beschaffen. Insgesamt wurden 65 Uniformen im Gesamtwert von 15.000 DM gekauft. Eine immense Investition für den Verein. 

Das Jahr 1979 brachte weitere Highlights. So gratulierten wir in der uns bekannten Manier unseren Musikfreunden in Urmitz zünftig zu ihrem 10-jährigen Bestehen, umrahmten am 06. Juli die Betriebsfeier des Bundesbahn-Ausbesserungswerkes in Saarbrücken-Burbach, was wir 1980 wiederholten und beteiligten uns pflichtgemäß an den Wertungsspielen des Bundes Saarländischer Musikverein. 

Ab 1979 versuchte der Musikverein, den Fetten Donnerstag-Ball wieder aufleben zu lassen. Mit einem Marsch vom Gasthaus Fries und einem Feuerwerk an der Schule wollte man zum Besuch der Veranstaltung animieren. Leider blieb der Versuch nach wenigen Faschingsbällen auf der Strecke, so dass das Vorhaben wieder eingestellt werden musste. Große Erfolge hatten wir dagegen in Lebach, wo wir 1979 mit drei Kapellen (Großes Orchester, Jugendorchester und die Schlumpfkapelle) mit insgesamt 107 aktiven Musikern am Fastnachtumzug teilnahmen. 

Am Stadtfest in Lebach beteiligten wir uns in dieser Zeit ebenfalls erfolgreich. Der logistische Aufwand und das Standgeld waren aber so enorm, dass wir uns nach vier Jahren entschieden, von einer weiteren Teilnahme abzusehen.

1980 -1989 

(Jugend auf dem Vormarsch) 

Im Jahr 1980 gestaltete der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach 45 Veranstaltungen, so dass zumindest in den Sommermonaten jedes Wochenende ausgebucht war. Da der Verein im Geschäftsjahr 1981 sein 80-jähriges Stiftungsfest feierte, mussten die Musiker in diesem Jahr viele Auftritte bestreiten. Das Jubiläumsfest war aus musikalischer sowie finanzieller Sicht ein großer Erfolg. Es wurden viele freundschaftliche Kontakte zu auswärtigen Musikern und ihren Vereinen geknüpft. So mancher Besucher wird sich noch gerne an den Bunten Abend erinnern, der montags von den eigenen Vereinsmitgliedern gestaltet wurde. 

Zurückblickend auf das Jahr 1982 wird noch vielen Musikern der Ausflug nach Rimbach und das Helferfest im Gehemm in guter Erinnerung sein. Auch die Fahrt des Jugendorchesters nach Frankfurt wurde von den Jungmusikern mit großer Begeisterung aufgenommen.

Das Jahr 1983 brachte einen Wechsel in der musikalischen Leitung der beiden Orchester. Rudi Endres, der dreiundzwanzig Jahre die musikalische Leitung der Vereine sehr erfolgreich ausübte, übergab den Dirigentenstab an den damaligen Leiter des Jugendorchesters Herbert Scherer. 

Die Dirigententätigkeit für das Jugendorchester nahm ab diesem Zeitpunkt Werner Buchheit wahr. Zur Vorbereitung auf das Weihnachtskonzert, das den musikalischen Höhepunkt eines jeden Jahres darstellt, wurde erstmals im Schönstatt-Zentrum in Lebach ein Bläserseminar durchgeführt. Dieses Seminar trug nicht nur zur Steigerung des musikalischen Könnens bei, sondern war auch im Hinblick auf die Förderung der Kameradschaft ein voller Erfolg. Auf Grund dieser Erfahrung wurde beschlossen, künftig vor jedem Weihnachtskonzert ein solches Seminar zu veranstalten. 

Nicht unerwähnt bleiben soll aus dieser Zeit, dass am 14. September 1985 ein Familienabend und vom 14. bis 17. Juni 1986 unser 85-jähriges Stiftungsfest durchgeführt wurde. Das Stiftungsfest war ein rundum gelungenes Ereignis, das sich infolge des lang anhaltenden Regens auf dem Schwimmbadvorplatz abspielte. Zu Gast waren auch die Musikfreunde aus Dermbach, denen wir im Jahr 1987 einen Gegenbesuch abstatteten. Das Konzert, das wir in Dermbach mit gestalteten, war ein musikalischer Höhepunkt, der auch das Publikum beeindruckte. 

Ein optischer Glanzpunkt war die Anschaffung der Clowns-Anzüge, mit denen sich der Verein seit 1986 bei den Faschingsumzügen präsentiert. Die Investition von 5.000 DM hat sich gelohnt. 

Eine besondere Herausforderung für die Musiker war 1987 der Live-Auftritt beim Saarländischen Rundfunk in der Sendung „Singendes, klingendes Dreiländereck“. Die Rundfunkaufnahmen mit dem bekannten „Paulchen Panther“ waren noch Monate nach dem Auftritt in den Gresaubacher Lokalen zu hören. 

1987 hat die EDV auch beim Musikverein Einzug gehalten. Die Mitglieder- und Kassenverwaltung wird seither computergestützt durchgeführt. Dies ist eine wesentliche Hilfe für die genaue Führung der Vereinsgeschäfte. Klanglich konnte die Besetzung durch die Anschaffung neuer B-Hörner wesentlich verbessert werden.

Einen ganz besonderen Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte brachte das Jahr 1988. Der Musikverein machte eine Konzertreise nach Berlin. Den Organisatoren der Fahrt Franz-Josef Warken und Herbert Scherer gelang es, über das Ministerium für innerdeutsche Beziehungen eine Sondergenehmigung für ein Konzert in der ehemaligen DDR zu erhalten. Wir waren der erste westdeutsche Verein, der im Rahmen eines Touristikaufenthalts auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin ein Konzert geben durfte. Es war eine großes Ereignis, vor dem Schöneberger Rathaus und unter dem Funkturm in Ost-Berlin zu musizieren. Die Saarbrücker Zeitung berichtete von einem „ungewöhnlichen Konzert“, das auch bei den 72 Teilnehmern ebenso wie die 12-stündige Bahnfahrt durch die ehemalige DDR, die schikanösen Grenzkontrollen und der Besuch im Ostteil Berlins bis heute in Erinnerung ist, zumal eine Wiederholung in dieser Art angesichts der zwischenzeitlichen politischen Entwicklung nicht mehr möglich war. 

Zur Lagerung der verschiedenen vereinseigenen Materialien wurde dem Verein im Jahr 1988 von der Stadt Lebach das alte Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach zur Verfügung gestellt. Die Räumlichkeit wurde in Eigenregie renoviert und für Vereinszwecke hergerichtete. Gleiches ist der Fall bei einem Raum über dem Kindergarten, der uns dankenswerterweise von der Kirchengemeinde überlassen wurde. 

1989 wuchs die Mitgliederzahl auf 320 an. Der Verein war wieder rege tätig und wirkte an mehr als 30 Veranstaltungen mit. Im Mai nahmen wir am Bundesmusikfest in Trier teil, wo Tausende von Musikern ein beeindruckendes Stelldichein guter Blasmusik boten.

Im gleichen Jahr war der Rundfunk in Gresaubach zu Gast und wir gestalteten erneut die Sendung „Singendes, klingendes Dreiländereck“. Ein Besuch bei unserem Patenverein in Urmitz/Rhein brachte wieder einige angenehme Stunden in Erinnerung. Auch der Besuch im Deutsch-Französischen Garten anlässlich eines Musikfestes der Stadtkapelle Saarbrücken bot abwechslungsreiche Stunden. 

1990

(Die erste CD)

Im Jahr 1990 waren in den beiden Orchestern des Musikvereins rund 100 Musikerinnen und Musiker aktiv. 228 fördernde Mitglieder waren angemeldet, so dass insgesamt mit den noch in Ausbildung stehenden Kindern, die noch nicht im Orchester spielten, 357 Mitglieder im Verein organisiert waren.

Eine Kostprobe der musikalischen Arbeit konnte der Verein bei CD-Aufnahmen geben, die im Auftrag der Stadt Lebach produziert worden sind.

Großer Wert wurde auf eine gute Ausstattung bei den Musikinstrumenten gelegt. Mit der Anschaffung eines neuen Schlagzeugs, neuer Becken und Flügelhörner wurde wesentlich dazu beigetragen, den Klangkörper weiter zu verbessern.

1991

(90-jähriges Stiftungsfest) 

Die Ausstattung des Orchesters wurde durch den Ankauf des Glockenspiels kontinuierlich verbessert. Man hatte erkannt, dass eine gute Ausstattung wesentlich dazu beiträgt, gute Musik darbieten zu können. Anlässlich der Wertungsspiele wurde dem Verein eine gute Aufbauarbeit bestätigt. Die Teilnahme an den Wertungsspielen stieß nicht nur vereinsintern auf gute Resonanz, sondern veranlasste auch die Preisrichterjury, die musikalische Leistung mit einem 1. Rang mit Auszeichnung in der Oberstufe zu bewerten.

Im Übrigen stand das Jahr 1991 ganz im Zeichen des 90-jährigen Stiftungsfestes. Fast jedes Vereinsmitglied trug zu der erfolgreichen Durchführung des Festes bei, sei es durch Mithilfe bei Auf- und Abbau, dem Dienst an verschiedenen Verkaufsständen, dem Backen von rd. 150 Kuchen oder sonstigen Tätigkeiten. Die Organisation des Festes wurde von einem aus 35 Mitgliedern bestehenden Festausschuss wahrgenommen. Dabei fand eine Aufteilung in die Bereiche Festschrift, Programmgestaltung und Organisation statt. 

Als Auftakt zu der Festveranstaltung wurde am 8. Juni vom Musikverein eine Abendmesse gestaltet. Das eigentliche Stiftungsfest begann am 14. Juni mit einem Rock-Festival. Mit dieser Veranstaltung wollten wir etwas für unsere Jugendlichen bieten. Leider blieb die Besucherzahl jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Aber schon der Festkommers mit den Musikfreunden aus Eppelborn und dem Gastverein aus Sonthofen war ein gelungener Abend. 

Höhepunkt des Festes war der am 16. Juni durchgeführte Festumzug. Insgesamt 17 Musikvereine und 12 Ortsvereine marschierten an zahlreichen begeisterten Besuchern vorbei. Das Festzelt mit seinen 800 qm reichte bei weitem nicht aus, um die vielen Besucher unterzubringen. Zum Abschluss des Stiftungsfestes fand ein Unterhaltungsnachmittag mit einer Liveübertragung des Saarländischen Rundfunks unter Mitwirkung unseres großen Orchesters und ein fideler Dorfabend mit unseren Ortsvereinen statt. Das Festzelt war auch an diesem Tag vom Nachmittag bis spät in die Nacht fast bis auf den letzten Platz besetzt.

1992

(Der Biergarten) 

Im Jahr 1992 beschloss der Vorstand, im Zusammenwirken mit dem Wirt des Vereinslokals „Alt Saubach“ im Garten der Gaststätte einen Festplatz herzurichten. Die Organisation für die anstehenden Arbeiten erwies sich als sehr beschwerlich. Aber dennoch konnten die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Es entstand ein parkähnliches Anwesen, in dem man längerfristig zu feiern gedachte. Leider konnte der Biergarten jedoch nur wenige Jahre genutzt werden. 

Damit sich die Musiker von dem Stress des Jahres erholen konnten, wurde im Oktober eine Fahrt zu unseren Musikfreunden nach Urmitz durchgeführt. Wer die Musiker bei der Rückkehr in Gresaubach sah, konnte die Strapazen der zurückliegenden Fahrt erahnen. Dass der Besuch unseren Freunden aus Urmitz ebenfalls gefallen hatte, wurde durch ihren spontanen Besuch an unserem Weihnachtskonzert deutlich. 

1993

(Erfolgreiche Wertungsspiele)

Nach dem Sommerfest übernahm Dieter Quinten die Aufgaben des 1. Vorsitzenden. Als erste Amtshandlung musste er sich mit dem Abschluss eines Vertrages über die Nutzung des Biergartens hinter dem Vereinslokal befassen. Der Vertrag sah vor, dass der Musikverein innerhalb der nächsten 10 Jahre, also bis einschließlich 2002, den Biergarten für Vereinszwecke, insbesondere für das jährliche Sommerfest, kostenlos nutzen konnte. Es kam jedoch alles anders, da das Vereinslokal veräußert wurde und geräumt werden musste.

Ein weiteres Problem tauchte auf, als die Stadt beabsichtigte, das Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach, wo seit Jahren unsere Material für die Durchführung der Feste lagerte, zu verkaufen. Dieser Plan wurde jedoch zum Glück erst einige Jahre später realisiert, so dass wir noch einige Zeit die Möglichkeit hatten, neben dem Dachgeschoss des Kindergartens, das Gebäude zur Aufbewahrung unserer Materialien zu nutzen.

Musikalisch ist das gute Abschneiden des großen Orchesters und das hervorragende Ergebnis des Jugendorchesters bei den Wertungsspielen zu nennen. Die kontinuierliche Jugendarbeit war und ist ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Vereinsarbeit. Dass 72 Jugendliche in der Ausbildung standen, beweist die hohe Akzeptanz unserer Arbeit in der Bevölkerung.

1994

(Ausflug nach Michelstadt/Odenwald)

Zwei Ereignisse sind neben der traditionellen Fahrt nach Urmitz im Jahr 1994 von besonderem Interesse. Am 15. Mai fand ein Wohltätigkeitskonzert für die Kinderhilfe Limbach/Dorf zugunsten spastisch gelähmter Kinder statt. In einer musikalischen Weltreise präsentierten sich das Jugendorchester, das Große Orchester, die Oldies sowie verschiedene Einzelgruppen dem Publikum. Hierbei wurde ein stolzer Erlös für die Kinderhilfe erzielt.

Vom 1. bis 3. Oktober fand der Vereinsausflug nach Michelstadt statt. Unter der fachmännischen Führung von Bruno Breunig lernten wir den Odenwald etwas näher kennen.

Dank des saarländischen Organisationsgeschicks unseres Vorsitzenden Dieter Quinten ist es uns im Laufe des Jahres gelungen, einen Verkaufsstand für unsere Feste zu besorgen. Obwohl Auf- und Abbau des Standes einige Zeit erfordern, konnten wir mit diesem Inventar unser jährliches Sommerfest wesentlich attraktiver gestalten.

Die Mitgliederzahl unseres Vereins belief sich mittlerweile auf 409, so dass statistisch gesehen jeder 5. Gresaubacher Bürger Mitglied unseres Vereins war.

1995

(Vereinslokal ade)

Im Jahr 1995 wurde das musikalische Inventar nochmals wesentlich erweitert, indem ein Xylophon gekauft wurde. Die Beherrschung dieses Instruments stellte sich aber als schwierig dar, so dass die wohlklingenden Klänge erst nach längerer Übungsphase zu hören waren. Ansonsten gibt es aus diesem Jahr noch von dem Besuch in Urmitz, von der Fahrt nach Heidelberg, dem Tag der Blasmusik in Thalexweiler, den Wertungsspielen in Dillingen und dem Weihnachtskonzert zu berichten.

Die verständliche aber dennoch überraschende Mitteilung unseres Vereinswirtes, dass das Gasthaus „Alt Saubach“ verkauft werde, stellte den Vereinsvorstand vor enorme Probleme. Das Probelokal war von heute auf morgen geschlossen. Der Verein musste eine neue Bleibe suchen. Mit sachlicher Überlegung und engagiertem Handeln ist es 1996 gelungen, eine langfristige Lösung zu finden.

1996

(Das neue Vereinslokal) 

Da der Saal des Vereinslokals nicht mehr zur Verfügung stand, hatte der Vorstand trotz skeptischen Anmerkungen beschlossen, den Kindermaskenball zukünftig in der Mehrzweckhalle durchzuführen. Der Erfolg bestätigte, dass diese Entscheidung richtig war. Wegen der schlechten Witterung wurde der Faschingsumzug in Lebach kurzerhand auf den 30. April verschoben. Es war ein völlig neues Gefühl, die Karnevalslieder bei warmem Sonnenschein zu spielen. 

Alle Vereinsmitglieder waren sich darüber im Klaren, dass 1996 ein Schicksalsjahr für den Verein sein würde. Das Vereins- und Probelokal war verkauft und diente nunmehr religiösen Zwecken für die Baptisten. Großer Widerstand des Vorstandes war notwendig, um den politischen Willen der Stadtverwaltung abzuwehren, das Gasthaus Gaul mit unverhältnismäßig hohen Investitionen zu Vereinszwecken zu sanieren. Das Gebäude wäre auch nach diversen Renovierungsarbeiten nicht geeignet gewesen, mehrere Ortsvereine unterzubringen. Schließlich hatte die Stadt Lebach dem Verein angeboten, die Räume über der alten Schule und dem neuen Feuerwehrgerätehaus zu überlassen. Nach langwierigen Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte am 03. Oktober der Durchbruch vom Dachgeschoss des Feuerwehrgerätehauses zur alten Schule gemacht werden. Der Grundstein zum späteren Musik- und Kulturspeicher (MuKS) war gelegt. In geradezu vorbildlicher Weise wurden die Räumlichkeiten im Laufe eines Dreivierteljahres zu Vereinszwecken hergerichtet. 

Zur Durchführung der Baumaßnahme wurde gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft ein Bauausschuss gebildet, dem Dieter Quinten, Herbert Scherer, Franz-Josef Warken, Peter Michels sowie Herbert Kiefer als verantwortlichem Architekt und Bauleiter seitens des Musikvereins angehörten. Am 19. September wurde mit allen von der Baumaßnahme Betroffenen eine Infoveranstaltung durchgeführt und am 20. September fand gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Information der Mitglieder über die geplante Herstellung der neuen Vereinsräume statt. 

Der Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder war enorm. In vielen Arbeitsstunden wurden die auch körperlich schweren Arbeiten verrichtet. Die bautechnischen, versicherungsspezifischen und vertraglichen Probleme wurden ebenso durch vereinsinternen Sachverstand erledigt, wie die übrigen Facharbeiten. 

Trotz oder auch gerade wegen dieser Strapazen war das Jahr 1996 für unseren Verein ein gutes Jahr. Es brachte uns zahlreiche Erfolge. Erfolge, die uns mittelfristig zuversichtlich in die Zukunft blicken ließen. Erfolge, die uns auch die Motivation für neue Aufgaben gaben. Aber auch Erfolge, die uns nicht dazu verleiten sollten, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Die vielen Auftritte des großen Orchesters trugen ebenso zur Imageverbesserung des Vereins bei, wie die musikalischen Engagements unseres Jugendorchesters beispielsweise in Taverne bei Trier und in Heilbronn. Rein äußerlich wurde die neue Identität unseres Vereins durch ein neues Willkommensschild deutlich, das der Vorstand in Auftrag gab und heute noch bei Vereinsfesten zum Einsatz kommt. Eine weitere Neuerung sollte das sogenannte „Notenblatt“ bringen, in dem in unregelmäßigen Abständen über die Vereinsarbeit unter der Regie von Markus Meiser, Aloysius Ferring und Wolfgang Klein berichtet werden sollte. 

1997

(Der Musik- und Kulturspeicher – MuKs-) 

Neben den musikalischen Highlights der beiden Orchester bei den Wertungsspielen, dem Kirchenkonzert und dem Weihnachtskonzert sowie dem gemeinsamen Konzert der beiden Jugendorchester von Schmelz und Gresaubach stand in erster Linie das Richtfest für den MuKS am 07. Juni. Man wusste natürlich zünftig zu feiern, hatte man doch endlich das Ziel erreicht, über eigene Probe- und Gesellschaftsräume verfügen zu können. Für die laufenden Geschäfte des MuKS wurde ein Verwaltungsrat gebildet und ein bzw. zwei „Hausmeister“ verpflichtet. Die Strukturen dieser Verwaltungstätigkeit mussten im Laufe der kommenden Jahre mehrfach korrigiert und den tatsächlichen Bedürfnissen und Kosten angepasst werden. 

Der MuKS dient nicht nur Vereinszwecken sondern er kann auch gegen Entrichtung einer Miete von Dritten zu anderen gesellschaftlichen und familiären Ereignissen genutzt werden. Darüber hinaus wurde die Einnahmesituation dadurch zu verbessern versucht, dass unter der maßgeblichen Verantwortung von Peter Michels Veranstaltungen unter dem Titel „Kleinkunst in Gresaubach“ durchgeführt wurden. 

Vereinsorganisatorisch wurde von der Mitgliederversammlung die Einführung eines Familienbeitrages beschlossen. Zur Klangverbesserung des Orchesters wurde die Anschaffung eines Fagotts vorfinanziert, so dass der Holzsatz von nun an komplettiert werden konnte. 

1998

(Berlin bleibt doch Berlin) 

Die erste Veranstaltung des Jahres 1998 war die Einsegnung und Namensgebung für unsere Vereinsräume am 16. Januar. Zur Namensgebung wurde ein Wettbewerb durchgeführt, der schließlich den bereits erwähnten Namen „Musik- und Kulturspeicher“ zum Ergebnis hatte. 

Der Januar sollte aber noch ein weiteres attraktives Ereignis bringen. Vom 23. bis 25. Januar fand unsere zweite Berlinfahrt statt. Wir hatten relativ kurzfristig vom saarländischen Ministerium für Umwelt den Auftrag erhalten, anlässlich der Grünen Woche am Stand des Saarlandes zur musikalischen Unterhaltung beizutragen. Dass unser dieser Ausflug noch lange in Erinnerung bleiben wird, dafür haben nicht nur der erste Flug des Musikvereins, das angebotene Programm, wie der Besuch der Stachelschweine, die Stadtrundfahrt oder die Berliner Luft, sondern auch die „gelben Kärtchen“ (Getränkebons), die uns vom saarländischen Umweltministerium  auf der Grünen Messe freundlicherweise überlassen wurden, beigetragen. 

Bereits am 15. November fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, die sich mit der Vorbereitung des Stiftungsfestes im Jahre 2000 befasste. Von der Versammlung wurde eine Programmskizze für das Musikfest beschlossen und die Mitglieder für vier Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Festes gewählt. 

Musikalisch sind die Auftritte unseres Jugendorchesters am Pfingstkonzert und in der Kurklinik in Königstein (Taunus) sowie der Besuch im Schlumpfpark zu erwähnen. Das Große Orchester stellte sein Können u. a. beim Frühschoppenkonzert auf dem Wünschberg, beim Musikfest in Sotzweiler-Bergweiler, bei den Sommerfesten in Schmelz und Limbach, beim Feuerwehrfest in Gresaubach, beim Heimatfest in Steinbach und natürlich beim Weihnachtskonzert unter Beweis.

Um anlässlich unseres Jubiläumsfestes im Jahr 2000 eine Kostprobe unserer musikalischen Arbeit präsentieren zu können, haben wir im Laufe der Jahre 1998 und 1999 Musikaufnahmen im MuKs angefertigt. 

1999

(Kleinkunst in Gresaubach)

Am Pfingstmontag konnten wir zum wiederholten Mal auf dem Wünschberg in Lebach zum Frühschoppenkonzert des Lions Clubs spielen. Am 20. Juni besuchten wir wiederum unsere Musikfreunde in Urmitz. Der Vereinsausflug des Jugendorchesters ins Disneyland nach Paris, bei dem das Jugendorchester auch vor den Kulissen Wald Disneys musizieren durfte, war ein besonderer Leckerbissen.

Ein großes Problem entstand, als der Dirigent des Jugendorchesters Mark Endres im Juni mitteilte, seine Tätigkeit als Dirigent einstellen zu wollen. Schließlich erklärte sich Esther Scherer bereit, die Nachfolge von Mark Endres als Leiterin des Jugendorchesters anzutreten. Dass dies ein Glücksfall war, wurde bereits am Weihnachtskonzert deutlich.

Das Weihnachtskonzert wurde in diesem Jahr erstmalig von Volker Kohr angesagt, der in die Fußstapfen seines Patenonkels Heiner Michels getreten ist, der uns leider allzu früh verlassen hat. 

Im Rahmen der Kleinkunst in Gresaubach präsentierte unser Verein wiederholt die Jensen Singers, das Bläserquintett „Blechreiz“, die freie Kunstschule Saarlouis sowie Detlev Schönauer (Jacques´Bistro).

 

2000

(Die Pro Musica Plakette)

Die Vereinsaktivitäten im ersten Halbjahr 2000 konzentrierten sich im wesentlichen auf die Vorbereitung des Jubiläumsfestes, das vom 12. bis 14. August auf dem neuen Platz in der Ortsmitte gefeiert wurde. Für den Verein war es eine besondere Ehre, im Rahmen des Stiftungsfestes mit der Pro Musica Plakette ausgezeichnet zu werden.

Angestrebt war auch das Kreismusikfest durchzuführen, da aber in der entscheidenden Sitzung des Musikkreises Saarlouis kein Vorstandsmitglied des MV Gresaubach anwesend war, bekam ein anderer Verein die Ausrichtung des Kreismusikfestes zugeteilt. Das fügte dem Fest jedoch keinen Schaden zu.

Das Stiftungsfest im Jahr 2000 war ein voller Erfolg. Bei schönstem Wetter wurde 3 Tage im großen Festzelt auf dem Marktplatz gefeiert. Am ersten Tag fand ein großes Treffen der Jugendorchester statt. Von der musikalischen Früherziehung und dem Jugendorchester wurde das Singspiel „Vogelhochzeit“ aufgeführt. Der Samstagabend wurde festlich vom Großen Orchester eröffnet. Das Polizeimusikkorps des Saarlandes und die „Old Mac Donald’s Soul Whoppers“ gestalteten den weiteren Abend. Der Sonntag begann mit einem Dankgottesdienst im Festzelt und anschließend spielten die Musikfreunde aus Schmelz und Urmitz/Rhein zum Frühschoppenkonzert auf. Gut gestärkt durch das Mittagessen auf dem Festplatz begann ein musikalischer Nachmittag. Eine musikalische Reise durchs Jahrhundert unter dem Motto „Musik im Wandel der Zeit“ fand am Sonntagnachmittag in Gresaubach statt. Ein beeindruckender Festumzug mit 36 Gruppen, bestehend aus Musikvereinen, Fußgruppen und Festwagen boten eine Zeitreise durch die Musikgeschichte der letzten 100 Jahre. Nach diesem freudigen Festumzug fand vor dem Festzelt ein Massenchor aller teilnehmenden Musikvereine unter der Leitung von Herbert Scherer statt. Nach diesem großen Massenchor spielten die Musikvereine Ensdorf, Ommersheim sowie die Bergkapelle der DSK Saar zur Unterhaltung auf. Am Abend des selben Tages folgte dann ein weiterer Höhepunkt. Der Vorsitzende des Musikvereins Herr Dieter Quinten nahm die Pro-Musica-Plakette entgegen, die der Schirmherr Ministerpräsident Peter Müller im Auftrag des Bundespräsidenten für 100 Jahre vorbildhafte Vereinsarbeit überreichte. Diese Plakette stiftet der Bundespräsident für Musikvereine mit 100-jähriger Tradition.

(Diese Auszeichnung stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke am 07. März 1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die mindestens auf eine einhundertjährige Geschichte zurückblicken können und sich in dieser Zeit besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens verdient gemacht haben).

Der Sonntag wurde beendet mit einem Konzert der Swing Time Company. Zum Abschluss des Festes wurde am Montag ein gelungener Dorfgemeinschaftsabend geboten und die Band „Bous Brothers and Sister“ spielten zum Tanz auf. Dieses große Stiftungsfest war nur durch die Mithilfe vieler aktiver und inaktiver Mitglieder des Musikvereins möglich. Der ganze Verein war auf den Beinen.  

Im September hat das Jugendorchester eine Vereinsfahrt zum internationalen Orchestertreffen in Spanien unternommen und dort Freundschaft mit dem Musikcorps Belm geschlossen. Im Oktober fand außerdem der „Tag der Blasmusik“ in Gresaubach statt.  

Beim Weihnachtskonzert des Jahres 2000 gab der Dirigent des Großen Orchesters Herbert Scherer den Dirigentenstab an Mark Endres ab. Herbert Scherer leitete das Große Orchester seit 1983 also 17 Jahre sehr erfolgreich. Mark Endres ist der 1. Dirigent in der Vereinsgeschichte, der professionell ausgebildeter Musiker ist und für seine Dirigententätigkeit bezahlt wird. Seine musikalischen Anfänge machte Mark als Kind im Musikverein „Harmonie“ Gresaubach an der Trompete.

2001

(Generationswechsel)

Bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen im Jahr 2001 kam der Musikverein ganz schön ins Schwitzen. Es vollzog sich ein großer Generationenwechsel. Sieben Positionen im Vorstand waren neu zu besetzten, und im Vorfeld waren keine Kandidaten in Aussicht. Insbesondere war es schwierig einen neuen 1. Vorsitzenden zu finden. Roman Herrmann übernahm nach einer langen Mitgliederversammlung von Dieter Quinten das Amt des 1. Vorsitzenden. Die weiteren Posten im Vorstand wurden anschließend zügig besetzt. 

Am 4. März 2001 wurde der Förderverein „Freunde der Gresaubacher Blasmusik“ gegründet. Der 1. Vorsitzende des Vereins war Herbert Klein Junior. Der Förderverein unterstützt uns finanziell bei den Ausbildungskosten der Jungmusiker, der Jugendarbeit, der Anschaffung von Notenmaterial, der Anschaffung von Instrumenten und der Förderung des Kulturlebens in Gresaubach.  

Der „neue“ Vorstand beschloss in einer seiner ersten Sitzungen, dass das Sommerfest in Zukunft nur noch 2 Tage anstatt 3 Tage gefeiert wird. Trotz dieser Veränderung konnte der Umsatz mit nur 2 Tagen Festlichkeit gesteigert werden.

Auch wurde im Vorstand beschlossen die vereinsinternen Ehrungen immer am Sommerfest durchzuführen. Die Ehrungen im Verein werden nun jahrgenau durchgeführt 

In der Mitte des Jahres 2001 wurde auf Initiative unseres Geschäftsführers Wolfgang Klein mit Unterstützung von Martin Buchheit die Internetseite des Musikvereins online gestellt. Bis heute hält unser Webmaster Wolfgang Klein die Seite immer aktuell und informativ. Unter www.musikverein-gresaubach.de findet man die neuesten Termine, Informationen und Fotos. Die Internetseite ist eine wichtige Institution und Aushängeschild für den Verein nach Außen. 

Der neue Dirigent Mark Endres führte auch musikalisch zu einem geänderten Repertoire. Da Mark Endres noch mehrere Vereine leitet, musste der Probetag variabler gestaltet werden. Die traditionelle Sonntagsmorgenprobe fiel weg. Der Donnerstagabend wurde zunächst der neue Probetermin. Der Probetag wechselte häufig im Laufe der Zeit. Darunter litt auch der Probenbesuch. Bei der Durchführung des Weihnachtskonzertes gab es auf Initiative des neuen Dirigenten einige Änderungen. Es wurden keine Tische mehr aufgestellt und während dem Konzert fand kein Bierausschank statt. Dies hat sich zu Gunsten der Konzentration und Ruhe in der Konzerthalle bewährt. Viele Kritiker hatten anfangs Skepsis. 

2002

(Der Euro kommt)

Durch die Währungsumstellung auf Euro im Jahr 2002 mussten auch die Mitgliedsbeiträge umgestellt werden. Die Euro Umstellung war für den Verein eine leichte Etude. 

Im Oktober 2002 wurde eine große Vereinsfahrt nach Ingolstadt unternommen. Zwei voll besetzte Busse machten sich auf den Weg nach Bayern. Wir folgten einer Einladung unseres Musikkameraden Udo Jung. Auf der schönen Fahrt wurde unter anderem das Audi- Museum besichtigt. Außerdem fand ein Kirchkonzert des Großen Orchesters statt.

Zwei unserer Teilnehmer mussten hier die unschöne Erfahrung machen, wie es ist, wenn man Bierkrüge vom einem Oktoberfest mitnimmt. Die beiden mussten kurzerhand aufs Polizeirevier. 

2003

(Freundschaften werden gepflegt)

Bei der Mitgliederversammlung des Jahres 2003 wurde Stefan Ferring der neue 1. Vorsitzende.

Am Sommerfest 2003 wurde am Samstagabend erstmals ein Themenabend, der spanische Abend, mit entsprechender Dekoration, Speisen und Getränken durchgeführt zu dem unsere Musikfreunde aus Belm angereist waren. Da keiner wusste wie dieser Abend angenommen wird, gab es erst mal „nur“ Paella, frisch gemacht in einer großen Pfanne im Festzelt. Der Ansturm auf dieses Speise war so enorm, dass die Paella gleich ausverkauft war. Da der spanische Abend so gut angenommen wurde, war man sich einig im nächsten Jahr einen weiteren Themenabend in größerem Rahmen und mit mehr Dekoration durchzuführen. Mittlerweile sind die Themenabende feste Bestandteile der Sommerfeste. 

Das Jugendorchester fuhr zum zweiten mal nach Spanien. Diese Art der Freizeitgestaltung kommt sehr gut an bei den Jugendlichen. Zeltlager und Co sind eher out. 

Im Oktober wurde ein Tagesausflug zu unseren Patenverein nach Urmitz am Rhein unternommen. Mit einem Ausflugsschiff der „La Paloma“ wurde der Rhein erkundet. Neben einem zünftigen Mittagessen im urtümlichen Brauhaus wurde später auf der „La Paloma“ kräftig gefeiert und zusammen an Deck musiziert. Viele winkende und freudige Rufe vom Ufer aus konnten uns erreichen. Im Anschluss an diese schöne Schiffsfahrt ging es in das Probelokal unserer Musikfreunde zum feiern. Diese Fahrt belebte einmal wieder mehr den Zusammenhalt der beiden Vereine. 

2005

(Gemeinnützigkeit erhalten)

Im Jahre 2005 vollzog sich wieder ein größerer Führungswechsel im Musikverein. Der Jugendleiter Johannes Schneider übernahm die Position des 1. Vorsitzenden von Stefan Ferring.

Das 105. Jubiläumsfest wurde zu Gunsten des 110jährigen Festes nicht größer gefeiert. Es gab jedoch ein feierliches Kirchenkonzert, welches viele Mitbürger/innen im Ort erfreute.  

Im Orchester wurden endlich Notenwarte eingeführt, um das umfangreiche Notenmaterial zu verwalten. Vorher waren die Noten bei Johannes Schneider im Keller deponiert.  

Weiterhin wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragt. Der Verein darf nun Spendenquittungen ausstellen.

Die traditionelle Vatertagswanderung des Musikvereins (Christi Himmelfahrt) erlebte in diesem Jahr eine Veränderung. Zum ersten Mal wurde an der Hundehütte des Hundesportvereins Gresaubach gefeiert. Die Hütte wird uns vom Hundeverein als Gegenleistung fürs Musizieren beim Maibaumsetzen (durch die Oldtimer Band) kostenlos zur Verfügung gestellt.Trotz eines „weiten“ Anreiseweges hat sich dieser Platz bewährt und wurde gerne von den Musiker/innen und Mitgliedern des Vereins angenommen. 

Im Herbst des Jahres 2005 wurde ein Vereinsfahrt des Jugendorchesters und der Oldtimerband zu unseren Musikfreunden nach Belm unternommen. Hier konnten die „Oldtimer“ mit Verstärkung auf einem Fest in der „Belmer City“ ihr Unterhaltungstalent unter Beweis stellen. Dabei ernteten die Musiker/innen viel Applaus. Das Jugendorchester spielte am nächsten Tag vor dem Großen Einkaufscenter in Belm auf. Auch durfte eine Stadtbesichtigung von Osnabrück nicht fehlen. „Jung und Alt“ feierten fröhlich in Gemeinschaft.

In der Mehrzweckhalle Gresaubach wurde im Herbst ein gelungener Familienabend mit mehr als 200 Mitgliedern durchgeführt. Der letzte Familienabend lag cirka 10 Jahre zurück. Ein buntes unterhaltsames Programm gestaltet von Aktiven des Großen Orchesters und des Jugendorchesters wurde den Teilnehmern geboten. Ein Familienabend ist ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben und sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

2006

(Zum 2. Mal den Robert Klein Preis erhalten)

Im Jahr 2006 wurde dem Musikverein „Harmonie“ Gresaubach zum 2. Mal der mit 1000 Euro dotierte Robert Klein Preis für seine vorbildliche Jugendarbeit verliehen. Der Preis wurde von der Bank1 Saar gestiftet und im MuKs überreicht. 

Weiterhin wurde im Herbst eine sehr schöne Vereinsfahrt in den Ostharz in die Fachwerkstatt Quedlinburg unternommen. Dort wurde unter anderem der Brocken mit der Schmalspurbahn erklommen. Auch mit einer kleinen Gruppe Musiker/innen kann man beste Unterhaltung liefern, dass stellten wir am letzten Abend bei einer kleinen Feier in unserem Hotel unter Beweis. 

2007

(4 verdiente Musiker erhalten die kleine Ehrenplakette)

Bei den satzungsmäßigen Vorstandsneuwahlen im Jahr 2007 haben die beiden damaligen Organisationsleiter ihr Amt niedergelegt. Es wurde kein Ersatz gefunden. Bis aus weiteres musste die Arbeit der Organisationsleiter unter dem übrigen Vorstand verteilt werden.  

Ebenfalls wurde die Ehrungsordnung im Verein geändert. Die Aktiven werden bereits ab 10jähriger aktiver Musiktätigkeit und die inaktiven Mitglieder ab 20jähriger Vereinszugehörigkeit geehrt. 

Wo kommt die saarländische Kohle her? Dies wollte der Vorstand genauer wissen. Auf Initiative unseres Geschäftsführers Wolfgang Klein wurde eine interessante Grubenbefahrung auf dem Bergwerk Saar Anlage Nordschacht organisiert. Mit 12 Metern in der Sekunde ging es in zweieinhalb Minuten auf eine Tiefe von 1750 Meter. Danach begann eine mühevolle und schweißtreibende Besichtigung unter Tage. Eine beeindruckende Fahrt. Glück Auf! 

Auch unsere jährliche Vatertagswanderung an der Hundehütte erhielt eine neue Gestaltung. Die Formation „Oldies“ spielen zur Unterhaltung auf. So wird die Stimmung erst richtig schön. Jung und Alt sind erfreut. Die Vatertagswanderung ist für alle Mitglieder des Vereins  mit ihren Familienmitglieder gedacht. 

Das Sommerfest wurde erstmals in einem kleineren Rahmen ohne großes Festzelt und mit geringerem Aufwand durchgeführt. Trotz großer Bedenken im Vorstand hat sich dieses System bewährt.

Die Formation „Sau Brass“ ein Quintett bestehend aus 5 Musikern des Musikvereins, die zu diesem Zeitpunkt erst gegründet wurden, traten zum ersten mal auf dem Sommerfest auf. Ein musikalischer Höhepunkt. 

Bereits zum 3. Mal fuhr das Jugendorchester zum beliebten Ziel Spanien. Eine Woche hieß es Olé Espana! Natürlich kam die Musik nicht zu kurz, viele Auftritte wurden absolviert. Das wichtigste  musikalisches Ziel war,  die Teilnahme an den dort stattfindenden Wertungsspielen.  Zu diesen Wertungsspielen hatten sich 12 Vereine gemeldet, unter anderem auch aus Sardinien, La Palma und der Schweiz. Mit einem 8. Platz konnte das Jugendorchester zufrieden sein, denn die Konkurrenz war sehr stark. 

Der Tag der Jugendorchester fand in diesem Jahr in Gresaubach statt. Die Idee von unserem 1. Vorsitzenden Johannes Schneider daraus eine Art „Open Air“ auf der Bühne in der Ortsmitte zu machen, wurde kläglich vom „Stadtverband der kulturellen Vereine Lebach“ abgelehnt. Also fand die Veranstaltung in der Mehrzweckhalle statt. 

Vier verdienten aktiven Mitgliedern, die auch lange Jahre im Vorstand tätige waren, wurde vom Bund Saarländischer Musikvereine die kleine Ehrenplakette verliehen. Es waren Rudi Endres, Herbert Scherer, Dieter Quinten und Franz- Josef Warken. Diese Ehrenplakette erhält, wer 20 Jahre Vorstandsarbeit und 40 Jahre aktiver Musiker/inn war. 

Durch die Schließung der Grundschule in Gresaubach wurden die freiwerdenden Klassenräume durch die Stadt Lebach vermietet. Da der Musikverein viel Platz braucht um die musikalische Ausbildung weiter zu führen und seine Noten zu verwalten, war dieser Raum für uns notwendig geworden. Der obere Klassenraum in der „Alten Schule“ wird nun vom Musikverein angemietet. 

Kurz vor dem Weihnachtskonzert des Jahres 2007 verstarb unerwartet und plötzlich unser Musikkamerad und Ehrendirigent Herbert Scherer. Er war zu diesem Zeitpunkt auch der 1. Vorsitzende des Fördervereins. Seine Familie und der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach sowie die „Freunde der Gresaubacher Blasmusik“ blieben in tiefer Trauer zurück. Nach langen Diskussionen im Vorstand, wurde entschieden das Weihnachtskonzert trotzdem durchzuführen, da dies im Sinne von Herbert Scherer gewesen wäre. Das Weihnachtskonzert des Jahres 2007 wurde mit einer Schweigeminute eröffnet.  

2008

(Feuerwehrhaus Rümmelbach ade)

Bei der Mitgliederversammlung 2008 wurde als Vertretung für die Organisationsleiter ein Organisationsteam auf Vorschlag unseres Musikkameraden Aloisius Ferring gegründet. Die Mehrarbeit im Vorstand war im Jahr 2007 belastend gewesen. Für den ausgeschiedenen 2. Vorsitzenden Herbert Klein Junior wurde leider kein Nachfolger gefunden. Der Beitrag für Kinder und Jugendliche wurde von 6 Euro auf 12 Euro im Jahr erhöht. Die Satzung wurde dahin gehend geändert, dass die Mitgliedschaft bereits mit der Ausbildung im Verein beginnt.  

Im Vorstand des Fördervereins übernahm Fred Metschberger den Posten des 1. Vorsitzenden für den verstorbenen Herbert Scherer. 

Das Feuerwehrgerätehaus in Rümmelbach musste geräumt werden, da die Stadt Lebach diese Räume veräußerte. Ein Ersatz für die Unterbringung unseres Inventars wurde in einem Container auf dem Festplatz, gespendet von der Firma (Ditgen), gefunden. Weiterhin werden die uns zugeteilten Räume über dem Kindergarten genutzt. Bei einem Inventar wie es der Musikverein besitzt sind solche Räume dringend wichtig. 

Da die Ehrungen am Sommerfest zeitlich nicht mehr unterzubringen waren, wurden die vereinsinternen Ehrungen ab dem Jahr 2008 an der Weihnachtsfeier durchgeführt. Dies gilt nicht in einem Jubiläumsjahr.

Auch die Weihnachtsfeier des Musikvereins erlebte in den letzten Jahren einen steten Zuwachs. Das Programm wurde entsprechend angepasst und das Krippenspiel überbietet sich jährlich. Ein schöner Nachmittag mit viel Unterhaltung für alle Mitglieder des MVH und ihren Familienangehörigen. 

2009

(Getränkevertrag im MuKs mit der Brauerei Karlsberg ist beendet)

Da sich das Organisationsteam im Jahr 2008 bewährt hatte, wurde bei der Mitgliederversammlung 2009 beschlossen zwei Vertreter des Organisationsteams in den Vorstand zu wählen. Sara Michels und Thomas Herrmann wurden als Leiter des Organisationsteams in den Vorstand gewählt. 

Im Jahre 2009 bekam unser Dirigent Mark Endres den Musikverein Hasborn noch hinzu. Da dieser Verein nur Sonntagsmorgens proben kann, wurden wir gebeten unseren Probetermin zu verlegen. Nach längeren Diskussionen und Gesprächen war der Vorstand sich einig, die Probe zukünftig auf den Sonntagabend festzulegen. Dieser Probentermin soll fester Bestandteil im MVH sein. Auch soll nach Möglichkeit der Donnerstag nur noch im äußersten Notfall als „Probenausweichtag“ dienen. Wir hoffen damit endlich den geeigneten „Probetag“ gefunden zu haben. Aber bekanntlich kann man es keinem recht machen. 

Durch intensive Bemühungen unserer Musikkameraden Christoph Klein und Herbert Klein Junior wurde endlich der Getränkevertrag im MuKs mit der Karlsberg Brauerei beendet. Der ehemalige Vertrag war für die Bereitstellung der Tische und Stühle im MuKs geschlossen worden. Getränke können jetzt frei eingekauft werden. 

„Kinder wie die Zeit vergeht!“ Unser Patenverein der Musikverein Urmitz/Rhein feierte sein 40jähriges Bestehen. Zu den Festlichkeiten wurde der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach natürlich eingeladen.In bekannter Manier gratulierten wir unseren Musikfreunden aus Urmitz/Rhein und waren für 2 Tage nach Urmitz/Rhein angereist. Hier wurden die alten Freundschaften wieder aufgefrischt oder neue Freundschaften geschlossen. Bei der dort veranstalteten Quiz- und Spielshow hat unser Musikkamerad „Wisi“ Ferring den ersten Platz erreicht und darf sich über ein Ständchen des Musikvereins Urmitz/Rhein in Gresaubach freuen. Sehr erschöpft traten wir Sonntagnachmittag die Heimreise an. 

Die ersten Treffen und Vorbereitungen für unser 110jähriges Jubiläumsfest begannen mit der Gründung eines Festausschusses. Dieser Festausschuss ist kleiner wie bei den vergangenen großen Festen. Auch besteht von Seiten der inaktiven Mitglieder anscheinend nicht das Interesse bei der Mitarbeit im Festausschuss. Bei der Gründung des Festausschusses waren fast keine inaktiven Mitglieder anwesend. 

2010

(Musikverein wird 110 Jahre alt und feiert sein 400. Mitglied)

Im Jahr 2010 wurde endlich eine 2. Vorsitzende gefunden. Unsere Musikkameradin Gerdi Michels hat sich bereiterklärt dieses Amt zu übernehmen. 

Wie in jedem Jahr führte der Musikverein Gresaubach an der Faasend seinen Kindermaskenball in der Mehrzweckhalle durch. Das Jugendleiterteam begeisterte dort kleine und große Kinder mit Spiel, Spaß und Musik. Es gab Showtanzeinlagen und kleine Büttenreden sowie abends flotte Tanzmusik. Man kann vermerken, dass die Besucherzahlen zurückgehen. Die Veranstaltung soll aber fester Bestandteil im Jahresprogramm des Musikvereins bleiben. Die Programmpunkte werden in den nächsten Jahren geändert und angepasst. 

Im April diesen Jahres wurde das erste Marschkonzert der Vereinsgeschichte zusammen mit dem Musikverein „Harmonie“ Schmelz in der Primshalle Schmelz veranstaltet. Das reine Marschkonzert hat die rund 500 Zuhörer begeistert, es beruhte auf einer Idee von Peter Michels.  

Im Mai des Jahres 2010 wurde feierlich unser 400. Mitglied, der aktive Musiker Thomas Kopp, begrüßt.  

Das aktuelle Jahr steht im Übrigen ganz im Zeichen der Vorbereitungen des 110jährigen Jubiläumsfestes. Zum zweiten mal in seiner Vereinsgeschichte (seit 1964) ist der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach Ausrichter des Kreismusikfestes des Kreises Saarlouis. Als Schirmherrin dürfen wir die Landrätin des Kreises Saarlouis Frau Monika Bachmann begrüßen.

Die vielfältigen Aufgaben im Vorfeld werden diesmal, wie schon erwähnt, ohne großen Festausschuss bewältigt.Die Zeiten haben sich geändert. Wo früher noch über 30 Gastvereine zum Jubiläum kamen sind es heute noch etwa 15 Vereine die ihr Kommen zugesagt haben. Wir aber werden positiv in die Zukunft gehen. Der Musikverein „Harmonie“ Gresaubach kann getrost nach vorne schauen und ihn wird es noch lange geben. Hand drauf! 

Nach den Strapazen des Festes werden wir im August noch ein Konzert auf dem Place D’armes in Luxemburg geben. Dieser Auftritt wurde bereits im Jahr 2009 abgemacht und wird als Tagesfahrt durchgeführt. 

Als Abschluss unseres 110 jährigen Jubiläums, werden wir am Erntedankfest das Jubiläumsjahr mit einem Kirchenkonzert beenden.



Musikverein "Harmonie" Gresaubach e.V.

Mitglied im Bund Saarländischer Musikvereine